Dortmunds Traum von einer Handball-Arena für Borussia platzt – warum das Projekt scheitert
Nina PohlDortmunds Traum von einer Handball-Arena für Borussia platzt – warum das Projekt scheitert
Pläne für eine neue Multifunktions-Sporthalle in Dortmund auf Eis gelegt
Die geplante Sportstätte sollte der Frauen-Handballmannschaft von Borussia Dortmund dienen und war Teil der umfassenden Neugestaltung des alten Phoenix-West-Hochofengeländes. Trotz anfänglicher Unterstützung scheitert das Vorhaben nun an zentralen finanziellen und rechtlichen Hürden.
Das Projekt war ursprünglich von Ex-Oberbürgermeister Thomas Westphal und BVB-Präsident Hans-Joachim Watzke ins Leben gerufen worden. Ihre Idee sah vor, das historische Schalthaus 101 in eine moderne Sportarena umzuwandeln. Doch Fördergelder aus dem bundesweiten "Sportmilliarden"-Programm konnten nicht genutzt werden, da die Richtlinien nur Sanierungen – nicht jedoch Neubauten – abdecken.
Bisher gibt es keine verbindliche Vereinbarung zwischen dem Verein und der Stadt für den Bau der Halle. Während eine separate Sportstätte in der Nähe des Dortmunder U wie geplant bis Ende 2029 fertiggestellt werden soll, hat Borussia Dortmund noch keine Alternativlösung für das gestoppte Projekt vorgestellt. Der Klub signalisierte zudem, lieber in die Nachwuchsförderung als in Infrastruktur zu investieren.
Ohne Zugang zu den "Sportmilliarden"-Mitteln bleibt die Zukunft des Vorhabens ungewiss. Die Frauen-Handballmannschaft wird vorerst auf die für 2029 geplante Anlage zurückgreifen müssen. Das ehemalige Hochofengelände mit dem Schalthaus 101 bleibt vorerst ungenutzt.






