DRK fordert Notfalltraining in Schulen und bessere Haushaltsvorsorge für Krisenfälle

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein kleiner Beutel mit einem Stück Papier oben drauf, wahrscheinlich ein Verbandskasten, mit Text darauf.Nina Pohl

DRK fordert Notfalltraining in Schulen und bessere Haushaltsvorsorge für Krisenfälle

Deutschlands Katastrophenvorsorge reicht nicht aus – das Deutsche Rote Kreuz (DRK) schlägt Alarm. Die Organisation warnt, das Land sei auf einen worst-case-Fall nicht ausreichend vorbereitet. Die ehemalige DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt hat nun zentrale Maßnahmen vorgeschlagen, um die Notfallplanung für Haushalte und Schulen zu verbessern.

Hasselfeldt ruft jeden Haushalt dazu auf, sich mit Notvorräten für mindestens drei Tage – besser noch zwei Wochen – auszustatten. Dazu gehören Trinkwasser, lang haltbare Lebensmittel, Hygieneartikel und unverzichtbare Medikamente. Auch eine Kurbeltaschenlampe und ein Kurbelradio sollten bereitliegen, ebenso wie Grundkenntnisse in Erster Hilfe.

Um die öffentliche Vorsorge zu stärken, fordert sie eine flächendeckende Erste-Hilfe-Ausbildung mit Fokus auf Selbstschutz. Schulen sollten ab der 7. Klasse jährlich zwei Stunden Wiederbelebungstraining einführen. Diese Schritte zielen darauf ab, Bürgerinnen und Bürgern mehr Sicherheit im Umgang mit Notfällen zu geben, bis Fachkräfte eintreffen. Zudem regt Hasselfeldt die Einrichtung einer staatlichen Kommission für Katastrophenvorsorge an – eine solche Institution gibt es in Deutschland bisher nicht.

Die Vorschläge adressieren Lücken im deutschen Notfallmanagement. Werden sie umgesetzt, würden Haushalte lebenswichtige Vorräte anlegen, während Schulen und Gemeinden lebensrettende Schulungen ausbauen. Das DRK betont: Eine bessere Vorbereitung könnte die Risiken in künftigen Krisen deutlich verringern.