Duisburgs dunkles Erbe: Zwangssterilisationen im NS-Regime unter der Lupe

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Ein altes Buch mit dem Titel "Z.D. Nürnberg, Deutschland, 1791" mit einem Stempel, der die erste Auflage anzeigt, und handgeschriebenem Text auf seinen Seiten.Kristiane Dippel

Duisburgs dunkles Erbe: Zwangssterilisationen im NS-Regime unter der Lupe

Öffentlicher Vortrag zu Zwangssterilisationen in Duisburg während der NS-Zeit am Donnerstag, 19. Februar 2026

Am Donnerstag, dem 19. Februar 2026, findet in Duisburg ein öffentlicher Vortrag über Zwangssterilisationen in der NS-Zeit statt. Die Veranstaltung in der Gedenkstätte DenkStätte beleuchtet die Rolle der Stadt bei der Umsetzung des 1933 erlassenen "Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses". Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Beginn und Ort Der Vortrag beginnt um 18:15 Uhr im Stadtarchiv am Karmelplatz 5 im Duisburger Innenhafen. Referent ist Dr. Bernd Kern von der Universität Duisburg-Essen, der die rechtlichen, politischen und sozialen Aspekte der Zwangssterilisationen in der Region analysiert.

Inhalte und Schwerpunkte Die Teilnehmer:innen beschäftigen sich mit der lokalen Umsetzung des Gesetzes bis 1949. Anhand von Statistiken, Fallbeispielen und einer Untersuchung der behördlichen Praxis wird die systematische Durchführung der Maßnahmen nachgezeichnet. Konkrete Zahlen zu Eingriffen in Duisburg oder Details zu beteiligten medizinischen Einrichtungen sind in den verfügbaren Quellen jedoch nicht dokumentiert.

Rahmenbedingungen Die Platzzahl ist auf 60 Personen begrenzt, um eine intensive Atmosphäre zu gewährleisten. Das Historische Zentrum Duisburg, das die Veranstaltung ausrichtet, könnte weitere Unterlagen zum Thema besitzen – im Veranstaltungshinweis werden jedoch keine explizit genannt.

Hintergrund und Ziel Der Vortrag wirft einen detaillierten Blick auf ein dunkles Kapitel der Duisburger Geschichte unter der NS-Herrschaft. Durch die Vorstellung von Fallstudien und rechtlichen Rahmenbedingungen soll aufgezeigt werden, wie die Zwangssterilisationspolitik in der Stadt umgesetzt wurde. Interessierte können ohne Kosten oder Voranmeldung teilnehmen, allerdings ist die Teilnehmerzahl begrenzt.