Duisburgs grüne Revolution: Neue Anlage produziert klimaneutrale Kraftstoffe aus CO₂

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein kleiner Wassererntetümpel mit braunen Backsteinbrücken darüber und weißen Kieseln mit etwas Gras im Vordergrund.Nina Pohl

Duisburgs grüne Revolution: Neue Anlage produziert klimaneutrale Kraftstoffe aus CO₂

In Duisburg startet eine neue Anlage für klimaneutrale synthetische Kraftstoffe

Das von der Greenlyte Carbon Technologies GmbH entwickelte Werk wandelt abgetrenntes CO₂ und Wasserstoff in nachhaltige Energie für die Luftfahrt, Schifffahrt und Industrie um. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt für die grüne Energiewende in der Region.

Die Anlage LiquidSolar SNG wurde am 20. November 2025 offiziell am Zentrum für BrennstoffzellenTechnik (ZBT) der Universität Duisburg-Essen eröffnet. Mithilfe eines innovativen Verfahrens filtert das Werk CO₂ direkt aus der Luft und erzeugt gleichzeitig Wasserstoff. Aus dieser Kombination entsteht synthetisches Erdgas (SNG) – ganz ohne fossile Rohstoffe.

Das Projekt geht auf Forschungen der Universität Duisburg-Essen und der RWTH Aachen zurück. Die Gründer Niklas Friederichsen, Florian Hildebrand und Dr. Peter Behr trieben die Entwicklung voran. Gefördert wurde das Vorhaben vom Land Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union. Bei der Eröffnung anwesend waren Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen sowie NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Kufen, der bereits über seinen Wasserstoff- und Energiebeirat mit Greenlyte zusammenarbeitet, betonte die Bedeutung der Anlage für die Energiewende in der Region – auch wenn das Werk selbst in Duisburg angesiedelt ist.

Die neue Produktionsstätte wird synthetische Kraftstoffe für schwer zu elektrifizierende Sektoren liefern. Die Technologie unterstützt damit die übergeordneten Ziele, Emissionen in Industrie und Verkehr zu senken. Die Produktion läuft bereits an, in den kommenden Jahren soll sie schrittweise hochgefahren werden.