Düsseldorfer Weihnachtsmarkt setzt auf umstrittenes Digital-Bestellsystem – Besucher sind empört
Nina PohlDüsseldorfer Weihnachtsmarkt setzt auf umstrittenes Digital-Bestellsystem – Besucher sind empört
Weihnachtsmarkt führt neues Bestellsystem ein – „Deutschland ist verrückt geworden“
Teaser: Ein Weihnachtsmarkt in Düsseldorf sorgt für Aufsehen. Neue Bestellmethoden und hohe Preise verärgern die Besucher.
12. Dezember 2025, 13:40 Uhr
Ein neues Online-Bestellsystem am Weihnachtsmarkt auf Schloss Benrath in Düsseldorf lässt viele Besucher verzweifeln. Statt sich an den Ständen anzustellen, müssen sie ihren Glühwein nun digital vorbestellen, bevor sie ihr Getränk abholen können. Die Umstellung hat Kritik ausgelöst – vor allem wegen langer Wartezeiten und unfreundlichem Service.
Eingeführt wurde das System vom Veranstalter Markus Lensing, der für den Markt in Düsseldorf-Benrath verantwortlich ist. Besucher scannen zunächst einen QR-Code, bestellen und bezahlen per App und erhalten einen Abholschein – erst dann gibt es den Glühwein. Viele empfinden den Prozess als umständlich, andere berichten, dass das Personal ungeduldig reagiere, wenn Gäste Probleme mit der Bedienung hätten.
Auch die Preise sorgen für Unmut. Ein Becher Glühwein kostet in Benrath fünf Euro – für manche ein stolzer Preis. Bundesweit ist der Durchschnittspreis laut dem Glühwein-Index 2025 von Coupons.de im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent gestiegen. Die Unterschiede zwischen den Städten sind dabei eklatant: Während man in Dortmund für 3,50 Euro Glühwein bekommt, verlangen Berlin, München und Hamburg bis zu 7,50 Euro.
Die Verärgerung ist bei manchen Besuchern so groß, dass sie den Markt künftig boykottieren wollen. Viele stören sich an der Kombination aus hohen Preisen, technischen Hürden und einer Atmosphäre, die durch die neuen Regeln weniger besinnlich wirke.
Die Marktverantwortlichen haben auf die Kritik bisher nicht reagiert. Das Bestellsystem bleibt vorerst bestehen, und der Glühwein wird weiterhin für fünf Euro pro Becher verkauft. Ob die Beschwerden zu Änderungen führen oder die Besucherzahlen beeinflussen, bleibt abzuwarten.






