Tanz-Aktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen - Eine Milliarde Stimmen: Wie Tanz gegen Gewalt an Frauen protestiert
Weltweit beteiligen sich in diesem Jahr wieder Städte an der Kampagne One Billion Rising. Die globale Bewegung protestiert mit Tanzdemonstrationen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Teilnehmer:innen teilen Videos zum Kampagnenlied Women on Fire, um ein weltweites Mosaik des Widerstands zu schaffen.
Die Initiative wurde 2012 von der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler ins Leben gerufen. Seither hat sie sich auf über 200 Länder auf sechs Kontinenten ausgebreitet. Jährlich finden große Veranstaltungen in Metropolen wie New York, Mumbai, Johannesburg und Manila statt – besonders stark engagieren sich Menschen in Indien, Südafrika, Kenia, auf den Philippinen und in Europa.
Allein in Nordrhein-Westfalen beteiligen sich rund 30 Städte und Gemeinden an den Protesten. Duisburg und Detmold gehören zu den Orten, an denen Tanzevents organisiert werden. In Siegburg steht die Aktion unter dem Motto "Nein heißt Nein! Auch während des Karnevals!" und verknüpft die Botschaft mit regionalen Bräuchen.
Milliarden Frauen erleben im Laufe ihres Lebens körperliche oder sexualisierte Gewalt. Die Kampagne nutzt Tanz als Mittel, um Aufmerksamkeit zu schaffen und Veränderung einzufordern. Soziale Medien helfen dabei, Aktivist:innen weltweit zu mobilisieren – und ermöglichen es, Videos aus verschiedenen Regionen zu einer kraftvollen gemeinsamen Aussage zusammenzufügen.
In diesem Jahr ruft One Billion Rising dazu auf, eigene Tanzvideos einzureichen. Das gesammelte Material wird zu einer globalen Videocollage zusammengeschnitten, die den Aufruf zum Ende der Gewalt gegen Frauen verstärkt. Die Veranstaltungen in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus zeigen, wie lokale Aktionen zu einer weltweiten Bewegung beitragen.
Deutschlands One Billion Rising-Kampagne verzeichnet 19.000 Teilnehmer und kündigt Sommer-Aktionstag an
Die One Billion Rising-Kampagne in Deutschland hat die Erwartungen übertroffen und eine Rekordbeteiligung verzeichnet. Laut jüngsten Berichten haben sich 19.000 Menschen in 158 Städten an den Demonstrationen am 14. Februar beteiligt. Die Organisatoren haben auch einen Folgetermin am 30. Juli 2026 angekündigt, der mit dem Internationalen Tag gegen Menschenhandel zusammenfällt, um die Bewegung in den Sommer zu verlängern.






