Eisige Kälte stoppt Bottroper Protest gegen Gewalt an Frauen nicht

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem 'Solidarität und Feminismus' steht, die Straße entlang.Kristiane Dippel

Eisige Kälte stoppt Bottroper Protest gegen Gewalt an Frauen nicht

Rund 80 Menschen trotzten eisigen Temperaturen und leichtem Schneefall, um in Bottrop an einer Demonstration zum internationalen Aktionstag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen teilzunehmen. Die Veranstaltung, die in diesem Jahr zum elften Mal stattfand, wurde vom örtlichen Frauenzentrum Courage organisiert, um mehr Schutz für Überlebende männlicher Gewalt zu fordern.

Die Kundgebung war Teil des weltweiten Tanzprotests One Billion Rising. Das diesjährige Motto Ni una menos – Frauen in Flammen lenkte den Blick auf Femizide, insbesondere auf Tötungen durch aktuelle oder ehemalige Partner. Live-Musik der Band A Mournful Experience und choreografische Tanzdarbietungen der Peter-Frank-Tanzschule verliehen der Veranstaltung zusätzliche Wirkung.

Zu den Teilnehmenden zählten auch Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld, die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert sowie die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann. Ihre Anwesenheit unterstrich die Unterstützung der Kommunalpolitik für das Anliegen.

Aktuelle Statistiken verdeutlichen die Dringlichkeit des Themas: In Deutschland stiegen die gemeldeten Fälle von Partnerschaftsgewalt von etwa 130.000 im Jahr 2020 auf über 170.000 im Jahr 2025, wie aus den Bundeskriminalstatistiken hervorgeht. Spanien verzeichnete einen ähnlichen Anstieg – von rund 140.000 auf etwa 160.000 Fälle im selben Zeitraum. Behörden führen den Anstieg unter anderem auf verbesserte Meldeverfahren und Nachwirkungen der Pandemie zurück.

Der Protest in Bottrop vereinte Aktivistinnen, Vertreterinnen aus Politik und Verwaltung sowie Künstlerinnen, um vehementere Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu fordern. Angesichts weiter steigender Fallzahlen betonten die Organisatorinnen die Notwendigkeit nachhaltiger Aktionen und politischer Reformen, um Frauen und Mädchen besser zu schützen.

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