Elf Jahre Haft für brutalen Millionen-Raub auf Düsseldorfs Königsallee

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
2 Min.
Eine Marktszene mit Schals, die präsentiert werden und einige Menschen anwesend sind.Kristiane Dippel

Elf Jahre Haft für Millionenraub bei 'Koe'-Juwelier - Elf Jahre Haft für brutalen Millionen-Raub auf Düsseldorfs Königsallee

Elf Jahre Haft für Millionen-Raubüberfall beim Juwelier „Koe“

Elf Jahre Haft für Millionen-Raubüberfall beim Juwelier „Koe“

Ein 55-jähriger Mann ist zu elf Jahren Haft verurteilt worden, weil er an einem spektakulären Juwelenraub in Höhe von 3,3 Millionen Euro auf Düsseldorfs Königsallee beteiligt war. Das Gericht bezeichnete den Überfall als akribisch geplant und von einer organisierten Bande professionell durchgeführt. Seine Vorstrafen sowie die langfristigen psychischen Folgen für die Mitarbeiter des Geschäfts führten zu dem harten Urteil.

Der Raub ereignete sich am 14. Dezember 2020, als drei Männer mit einem Auto in den Seiteneingang eines Luxusjuweliers rasten. Während der Fahrer im Fahrzeug blieb, stürmten die anderen beiden mit Pfefferspray bewaffnet in den Laden, bedrohten die Angestellten und erbeuteten über 40 Luxusuhren sowie ein Armband im Gesamtwert von mehr als 3,3 Millionen Euro.

Der Angeklagte, der im vergangenen Jahr in der Schweiz nach einem weiteren Überfall auf einen Geldtransporter festgenommen worden war, schweigte während des Prozesses weitgehend. Er bestätigte lediglich seine persönlichen Daten und äußerte sich nicht zu den Vorwürfen. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft gefordert, die Verteidigung hingegen einen Freispruch – mit der Begründung, die Beweislage sei rein indiziell.

Eine Woche nach dem Raub sicherten serbische Behörden die gesamte Beute bei vier anderen Verdächtigen, die wegen unrelateder Straftaten ermittelt wurden. Unterdessen war ein mutmaßlicher Komplize des Angeklagten – der Fluchtfahrer – bereits im vergangenen Jahr zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Ein dritter Verdächtiger ist weiterhin flüchtig.

Das Landgericht Düsseldorf begründete das hohe Strafmaß mit den Vorstrafen des Mannes für ähnliche Delikte. Zudem betonte es den außergewöhnlich hohen Wert der gestohlenen Waren und die anhaltenden psychischen Belastungen für die Mitarbeiter des Juweliergeschäfts.

Die elfjährige Haftstrafe spiegelt die Einschätzung des Gerichts wider, dass es sich um ein professionell ausgeführtes und besonders schwerwiegendes Verbrechen handelte. Zwar konnten alle gestohlenen Gegenstände sichergestellt werden, doch die psychischen Folgen für das Personal und die kriminelle Vorgeschichte des Angeklagten flossen maßgeblich in die Urteilsfindung ein. Die Fahndung nach dem dritten Verdächtigen dauert an.