Elmar Theveßen analysiert Trumps Einfluss auf Europa und die transatlantischen Beziehungen

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein Plakat mit einer bunten Deutschlandkarte mit verschiedenen Symbolen und der fett geschriebenen Überschrift "Der Weg zum Frieden".Nina Pohl

Elmar Theveßen analysiert Trumps Einfluss auf Europa und die transatlantischen Beziehungen

Viersen gastiert prominenten Vortrag von Elmar Theveßen, einem der führenden USA-Experten Deutschlands

Unter dem Titel "Die Trump-Herausforderung: Folgen für Deutschland und Europa" veranstaltet Viersen einen hochkarätigen Vortrag, der die sich wandelnden politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Europa und Amerika analysiert. Die von der städtischen Wirtschaftsförderung organisierte Veranstaltung verspricht eine fundierte Auseinandersetzung mit den transatlantischen Beziehungen und ihren lokalen Auswirkungen.

Elmar Theveßen, gebürtiger Viersener, bringt jahrzehntelange Erfahrung in die Diskussion ein. Als Leiter des ZDF-Studios für Nord- und Mittelamerika in Washington, D.C., hat er die politischen Kurswechsel der USA eng begleitet. In seinem Vortrag wird er erörtern, wie die Monroe-Doktrin – ein langjähriger Grundpfeiler der US-Außenpolitik – die NATO-Bündnisse belasten und die europäische Einheit auf die Probe stellen könnte.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Zustand der US-Demokratie und ihren globalen Folgen. Theveßen wird untersuchen, ob die regelbasierte internationale Ordnung unter dem aktuellen Druck zerbröckelt. Aktuelle Handelskonflikte, darunter das im Juli 2025 geschlossene EU-USA-Abkommen, werden dabei eine zentrale Rolle spielen. Während der damalige US-Präsident Trump es als "den größten Deal aller Zeiten" feierte, litten deutsche Landwirte unter den zuvor verhängten US-Zöllen auf Agrarexporte.

Doch Theveßen bleibt nicht bei der Diagnose stehen: Er wird Strategien für eine abgestimmte europäische Reaktion vorstellen. Sein Vortrag skizziert, wie der Kontinent wirtschaftliche Eigenständigkeit angesichts strengerer US-Handelspolitik erreichen könnte – etwa gegenüber Defiziten wie der 295-Milliarden-Dollar-Lücke im Handel mit China im Jahr 2024. Im Anschluss an den Vortrag haben die Teilnehmer Gelegenheit, bei einem Netzwerkempfang die Themen vertieft zu diskutieren.

Die Veranstaltung bietet den Viersener Bürgern die Chance, sich mit drängenden geopolitischen Fragen auseinandersetzen – aus der Perspektive eines Experten aus den eigenen Reihen. Theveßens Analysen könnten lokalen Unternehmen und Entscheidungsträgern helfen, sich auf Veränderungen im transatlantischen Handel und in der Sicherheitspolitik vorzubereiten. Die Wirtschaftsförderung der Stadt lädt alle Interessierten zur Teilnahme ein und fördert so eine breite gesellschaftliche Debatte.