16 April 2026, 10:19

Essen führt Doppelhaushalt 2027/2028 ein – Millionenersparnis durch Schuldenentlastung

Plakat mit Text: "Fast 5,5 Millionen Menschen sind im Sparplan eingeschrieben."

Essen führt Doppelhaushalt 2027/2028 ein – Millionenersparnis durch Schuldenentlastung

Die Stadt Essen vollzieht tiefgreifende Änderungen in ihrer Finanzplanung. Für die Jahre 2027/2028 wird ein neuer Doppelhaushalt eingeführt, der die Effizienz steigern und die Ausgaben senken soll. Der Schritt erfolgt im Rahmen des Schuldenentlastungsprogramms von Nordrhein-Westfalen, mit dem Essen bis 2026 Millionen an Zinszahlungen einsparen will.

Der Entwurf des Doppelhaushalts wird dem Rat der Stadt am 16. September 2026 vorgelegt. Die endgültige Entscheidung soll am 18. November 2026 fallen. Dieses Vorgehen verringert den bürokratischen Aufwand für die Stadtverwaltung und politische Beraterinnen und Berater, während es gleichzeitig eine klarere langfristige Planung für kreditfinanzierte Investitionen ermöglicht.

Durch das Landesprogramm zur Schuldenentlastung rechnet Essen im Jahr 2026 mit Einsparungen bei den Zinskosten in Höhe von rund 11,7 Millionen Euro. Im Zuge dessen wird die Stadt Liquiditätskredite in Höhe von etwa 610,7 Millionen Euro aufnehmen.

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Um die Ausgaben besser zu kontrollieren, setzt Essen auf strikte Haushaltsdisziplin. Alle Ausgaben über 5.000 Euro bedürfen künftig einer vorherigen Genehmigung im Rahmen des Kassenvisums. Freiwillige Leistungen – mit Ausnahme derer auf einer Befreiungsliste – werden um 20 Prozent gekürzt. Zudem prüft die Stadt nicht zwingend notwendige Verwaltungskosten, um die Finanzen im Griff zu behalten.

Der Doppelhaushalt soll auch für mehr Transparenz sorgen. Regelmäßige Berichte aus der Kommunal- und Finanzverwaltung ermöglichen eine engmaschigere Kontrolle von Ausgaben und Planungen.

Mit dem Wechsel zum zweijährigen Haushaltssystem will Essen seine Finanzverwaltung effizienter gestalten. Durch strengere Ausgabenkontrollen und klarere Berichterstattung erhofft sich die Stadt mehr Stabilität und geringere Kosten. Die Änderungen treten in Kraft, sobald der Rat den Entwurf Ende 2026 verabschiedet.

Quelle