Essener Politik-Ikone Hanslothar Kranz mit 90 Jahren gestorben
Hanslothar Kranz, langjähriger Kommunalpolitiker aus Essen, ist im Alter von 90 Jahren verstorben. Mit jahrzehntelangem Einsatz für das Gemeinwohl hinterlässt er eine prägende Spur in der politischen und gesellschaftlichen Entwicklung der Stadt.
Kranz zog 1969 erstmals in den Essener Stadtrat ein und blieb bis 2014 Mitglied. Seine politische Laufbahn umfasste mehr als sechs Jahrzehnte, in denen er zu einer geachteten Persönlichkeit der lokalen Politik wurde. Von 1975 bis 2009 amtierte er zudem als Bezirksvorsteher für den Bezirk IX, zu dem Werden, Kettwig und Bredeney gehören.
Als Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses gestaltete er maßgeblich die Infrastruktur und Stadtentwicklung mit. Über die Politik hinaus engagierte er sich für kulturelle und sportliche Vereine und setzte sich stets für den sozialen Zusammenhalt sowie die Rechte von Menschen mit Behinderungen ein.
Für sein Wirken wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet. Auch nach seinem Ausscheiden aus dem Rat stand er der Stadt als sachkundiger Bürger weiterhin zur Seite. Oberbürgermeister Thomas Kufen würdigte ihn als eine "herausragende Persönlichkeit", die Essen mit Leidenschaft und Hingabe gedient habe.
Kranz galt weithin als Vorbild an moralischer Integrität, demokratischen Werten und Bürgernähe. Kollegen wie Bürger erinnerten sich an ihn als unermüdlichen Kämpfer für Gerechtigkeit und Gemeinschaft.
Sein Tod markiert das Ende einer Epoche für die Essener Politik. Sein langes Wirken, die zahlreichen Ehrungen und seine unerschütterlichen Prinzipien hinterlassen ein Erbe des öffentlichen Dienstes. Die Stadt wird ihn als überzeugten Demokraten und Fürsprecher ihrer Bürger in Erinnerung behalten.






