08 June 2026, 02:14

EU-Verpackungsregeln 2030: Warum viele Unternehmen noch nicht bereit sind

Die Bedeutung der EU-Verpackungsrichtlinie PPWR wird unterschätzt

EU-Verpackungsregeln 2030: Warum viele Unternehmen noch nicht bereit sind

Neue EU-Verpackungsvorschriften werden bis 2030 verbindlich – viele Unternehmen sind unvorbereitet

Bis 2030 werden die neuen EU-Verpackungsregeln für Hersteller, Händler und Logistikunternehmen verpflichtend. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Betriebe tun sich schwer mit der Vorbereitung – fast die Hälfte überschätzt ihre Bereitschaft für die anstehenden Veränderungen.

Eine gemeinsame Studie des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML, der Logistikbude und der Stiftung Initiative Mehrweg offenbart eine deutliche Kluft zwischen Selbstwahrnehmung und Realität. Zwar glauben 47 Prozent der Unternehmen, gut gerüstet zu sein, doch erfüllt nur jedes zehnte die grundlegenden Anforderungen der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR).

Die Ergebnisse zeigen auch große Unterschiede je nach Wissensstand: Firmen mit hohem Kenntnisstand erreichen eine durchschnittliche Umsetzungsquote von 59 Prozent, während Unternehmen mit geringem Wissen nur auf 36 Prozent kommen.

Als Haupthemmnisse nennen die Befragten Zeitmangel, Zweifel an der Machbarkeit und Sorgen über die Kosten. Über 70 Prozent fordern klarere, praxisnahe Leitlinien, um die Vorgaben einzuhalten. Betriebliche Hürden – etwa die Einbindung von Geschäftspartnern oder die Sicherstellung der Datenqualität – erschweren die Umsetzung zusätzlich.

Die anstehende Fachpack-Messe vom 23. bis 25. September 2025 wird sich diesen Herausforderungen widmen. Experten diskutieren dort, wie die PPWR Transparenz, Wiederverwendung und Rückverfolgbarkeit in Lieferketten neu gestalten wird.

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Da die Verordnung 2030 in Kraft tritt, müssen Unternehmen ihre Verpackungsprozesse anpassen. Angesichts der noch immer bestehenden Wissenslücken und unzureichenden Datensysteme rückt nun die Aufklärung in den Fokus. Die Fachpack bietet später in diesem Monat eine Plattform, um Lösungen zu finden – bevor die Frist abläuft.

Quelle