Evangelische Kirche plant radikale Sparreformen gegen Mitgliederschwund bis 2030

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Eine Zeichnung der St. Markus Deutschen Evangelischen Kirche, die ein zentrales Haus und Text am Boden zeigt.Christoph Döhn

Landessynode diskutiert Millionen-Euro-Sparen bis 2030 - Evangelische Kirche plant radikale Sparreformen gegen Mitgliederschwund bis 2030

Die Evangelische Kirche in der Nähe plant tiefgreifende Reformen, um ihre Zukunft zu sichern. Angesichts eines jährlichen Mitgliederschwunds von etwa 70.000 Menschen drängen die Verantwortlichen auf drastische Sparmaßnahmen. Noch in dieser Woche stimmt die Landessynode in Bonn über eine neue Finanzstrategie ab.

Die Evangelische Kirche erstreckt sich über Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und dem Saarland. Aktuell umfasst sie 34 Kirchenkreise und 527 Gemeinden. Doch die sinkenden Mitgliederzahlen zwingen die Führung, die Finanzen grundlegend zu überdenken.

Präses Thorsten Latzel, der leitende Theologe der Landeskirche, wird die Abstimmung der Synode über einen Entwurf für ein Sparprogramm leiten. Ziel ist es, bis 2030 mindestens 33 Millionen Euro einzusparen. Die Kürzungen sollen die Abhängigkeit von Kirchensteuern verringern, ohne dass die Kirche ihre Präsenz in den Gemeinden aufgibt. Die Beschlüsse der Synode werden maßgeblich darüber entscheiden, wie sich die Kirche an die schrumpfende Mitgliederzahl anpasst. Verantwortliche betonen, dass eine schlankere Struktur nötig sei – ohne dabei den Kernauftrag aus den Augen zu verlieren.

Falls der Plan angenommen wird, soll er in den kommenden sechs Jahren schrittweise umgesetzt werden. Trotz sinkender Einnahmen und Mitgliederzahlen will die Kirche ihre Arbeit vor Ort aufrechterhalten. Die Ergebnisse der Synode werden zeigen, wie die Ressourcen künftig verteilt werden.