Evonik fordert Millionen wegen US-Zöllen auf Chemieprodukte zurück

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
2 Min.
Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Box mit der Aufschrift "Hindenburg-Wiche, Deutschland" mit einer Landkarte im Hintergrund.Kristiane Dippel

Evonik fordert Millionen wegen US-Zöllen auf Chemieprodukte zurück

Evonik prüft mögliche Entschädigungsansprüche wegen US-Zöllen auf Chemieimporte

Der deutsche Spezialchemiekonzern Evonik untersucht derzeit mögliche Rückforderungsansprüche im Zusammenhang mit den US-Importzöllen auf chemische Erzeugnisse. Zwar hat das Unternehmen noch keine genauen Summen genannt, doch deutet es an, dass die potenziellen Erstattungen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen könnten. Obwohl Evonik einen Großteil seiner Produkte vor Ort in den USA herstellt, haben die Handelskonflikte dennoch Auswirkungen auf das Geschäft des Konzerns gehabt.

Zwischen 2018 und 2025 lagen die US-Zölle auf chemische Produkte je nach Ware zwischen 0 % und 25 % – besonders betroffen waren Spezialchemikalien und polymerbasierte Erzeugnisse. Zwar hat Evonik keine genauen Angaben zu den eigenen Zollzahlungen veröffentlicht, doch belasteten die Abgaben die gesamte Branche in dieser Phase spürbar.

Da das Unternehmen einen Großteil seiner Produktion in den USA ansässig hat, blieb die direkte Belastung durch die Zölle begrenzt. Gleichzeitig könnten die Handelsbarrieren Evonik indirekt begünstigt haben, indem sie den Wettbewerb durch chinesische Anbieter verringerten. Dennoch setzt sich der Konzern weiterhin für offene Märkte und freien Handel auf globaler Ebene ein.

Aktuell prüft Evonik, ob sich Teile der entstandenen Kosten zurückfordern lassen. Bei Erfolg könnte die Erstattungssumme im niedrigen zweistelligen Millionenbereich liegen.

Der mögliche Anspruch unterstreicht die Bemühungen des Unternehmens, die finanziellen Folgen früherer Handelsstreitigkeiten abzufedern. Eine erfolgreiche Rückforderung würde zwar Entlastung bringen, doch bleibt Evonik ein Verfechter weniger Handelsbeschränkungen. Das Ergebnis dieser Prüfung könnte auch beeinflussen, wie der Konzern künftige MarktHerausforderungen angeht.