Extremmarsch: 500 Bundeswehr-Reservisten kämpfen 70 Kilometer durch den Teutoburger Wald

Nina Pohl
Nina Pohl
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Zwei Männer mit Mützen stehen in einem bewaldeten Gebiet, mit dem Text "Deutsche Soldaten im Wald" am unteren Rand des Schwarz-Weiß-Fotos.Nina Pohl

Extremmarsch: 500 Bundeswehr-Reservisten kämpfen 70 Kilometer durch den Teutoburger Wald

Über 500 Reservisten der Bundeswehr stellen sich einem extremen 70-Kilometer-Marsch durch den Teutoburger Wald

Mehr als 500 Reservisten der Bundeswehr nehmen derzeit an einem kräftezehrenden 70-Kilometer-Dauermarsch durch den Teutoburger Wald teil. Die als "DurchbruchÜbung" bekannte Veranstaltung fordert den Teilnehmern alles ab – darunter 36 Stunden ohne Schlaf. Unter ihnen sind auch Reservisten Ende 50, die beweisen, dass Alter kein Hindernis für Entschlossenheit in dieser anspruchsvollen Herausforderung ist.

Der Startschuss fällt mit einer Schwimmstrecke über den Dortmund-Ems-Kanal – und das ohne Neoprenanzug. Für die Sicherheit sorgt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die die riskante Wasserquerung überwacht.

Nach dem Schwimmen folgen weitere harte Prüfungen: Abseilen, ein Biathlon sowie die Orientierung im dichten Wald, während eine Drohne die Teilnehmer observiert. Zudem müssen die Teams simulierte Notfälle meistern – etwa die Bergung und Wiederbelebung von Unfallopfer-Attrappen oder Fahrzeugkontrollen an einem Checkpoint.

Die gesamte Strecke muss innerhalb von 36 Stunden ohne Pause bewältigt werden. Die Organisatoren betonen, dass nur Personen in Topform teilnehmen dürfen, um gesundheitliche Risiken auszuschließen. Die Übung testet nicht nur körperliche Kraft, sondern auch mentale Belastbarkeit, Motivation und Charakter.

Reservisten des Technischen Hilfswerks (THW) und der Polizei beteiligen sich gemeinsam mit Soldaten an ähnlichen Übungen in ganz Deutschland, darunter "Red Storm Bravo" im Raum Hamburg und "Marshal Power" in Bayern. Diese für den Herbst 2025 geplanten Veranstaltungen erfordern großangelegte Koordination, doch die genaue Zahl der teilnehmenden Reservisten wird nicht genannt. Eine Siegerehrung bildet am Sonntag den Abschluss der "DurchbruchÜbung".

Die "DurchbruchÜbung" unterstreicht die Ausdauer und das Können der Reservisten, von denen einige bereits in ihren 50ern sind. Wer den 70-Kilometer-Marsch mit all seinen physischen und psychischen Herausforderungen erfolgreich besteht, wird bei der Abschlussveranstaltung gewürdigt. Die Übung demonstriert die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Bundeswehr unter extremen Bedingungen.

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