FDP Solingen blockt TBS-Gebührenerhöhungen ohne konkrete Sparpläne

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
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Ein roter Doppeldecker-Stadtbus ist auf der Straße unterwegs mit einem Verkehrskegel davor und einem Hügel im Hintergrund.Horst-Dieter Gertz

FDP Solingen blockt TBS-Gebührenerhöhungen ohne konkrete Sparpläne

FDP Solingen kritisiert fehlende Sparbemühungen der TBS – "Gebührenerhöhungen nicht einfach weitergegeben"

Solingen – Der Ausschuss für Beteiligungen und Betrieb hat wie erwartet beschlossen: Die Gebühren der Technischen Betriebe Solingen (TBS) steigen. Nur einen Tag zuvor hatte TBS-Geschäftsführer Ralf Weeke die aus seiner Sicht "unabwendbaren" Anpassungen erläutert – und gewarnt, dass ein Verzicht auf die Erhöhungen zu einem Defizit führen würde, das aus anderen Bereichen des städtischen Haushalts ausgeglichen werden müsste. Die Folge: Kürzungen an anderer Stelle.

Die FDP Solingen hat den städtischen Entsorgungsbetrieb TBS wegen geplanter Gebührenerhöhungen scharf kritisiert. Die Partei besteht darauf, dass jede Preisanpassung durch klare und messbare Sparmaßnahmen gerechtfertigt sein muss. Schließlich seien Bürger und Unternehmen bereits durch steigende Fixkosten stark belastet.

Im Mittelpunkt der Kritik steht, dass die TBS vor der Forderung nach höheren Gebühren keine internen Einsparungen nachweisen könne. Vage Versprechen von "Prozess- und Vertragsoptimierungen" reichten der FDP nicht aus. Stattdessen verlangt sie konkrete Strategien mit überprüfbaren Zielen sowie volle Transparenz über bestehende Rücklagen und Effizienzpotenziale.

Die Liberalen verweisen zudem auf die allgemeine wirtschaftliche Belastung der Solinger Bürger und Unternehmen. Angesichts steigender Lebenshaltungskosten warnen sie, dass zusätzliche Gebühren die finanzielle Not weiter verschärfen könnten. Die FDP betont, dass etwaige Anpassungen der TBS-Gebühren sozial verträglich und nachhaltig sein müssten – ohne dass die Qualität der öffentlichen Dienstleistungen leidet.

Nun steht die TBS-Geschäftsführung vor der Forderung, detaillierte Sparpläne vorzulegen, bevor über Gebührenerhöhungen entschieden wird. Die Haltung der FDP spiegelt die Sorge um die Bezahlbarkeit für Haushalte und lokale Betriebe wider. Ohne sichtbare Anstrengungen, die internen Ausgaben zu senken, wird die Partei weiteren finanziellen Forderungen an die Bürger nicht zustimmen.