29 March 2026, 20:20

Femizide in Deutschland: Lesung und Diskussion in Lünen am 25. November 2025

Balkendiagramm, das die Homicid-Offending-Rates nach Alter des Täters und Waffentyp von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Femizide in Deutschland: Lesung und Diskussion in Lünen am 25. November 2025

Öffentliche Lesung und Diskussion zu Femiziden in Deutschland am 25. November 2025 in Lünen

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Am 25. November 2025 findet in Lünen eine öffentliche Lesung und Diskussion zum Thema Femizide in Deutschland statt. Die Journalistin Julia Cruschwitz stellt ihr Buch "Femizide: Der Mord an Frauen in Deutschland" vor, in dem sie untersucht, wie geschlechtsspezifische Tötungen oft ignoriert oder verharmlost werden. Die Veranstaltung fällt mit dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen zusammen.

Die Lesung wird vom Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten der Stadt Lünen in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Lünen und der Stadtbibliothek organisiert. Beginn ist um 17:00 Uhr im Treffpunkt Persiluhr in der Gartenstraße 4. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung über die Volkshochschule ist jedoch erforderlich.

In ihrem Buch analysiert Cruschwitz die systemischen Ursachen von Femiziden, darunter gesellschaftliche Einstellungen und Strukturen, die solche Verbrechen bagatellisieren. Zwar werden keine genauen Zahlen zu Partnerschaftsgewalt seit 2020 genannt, doch die offiziellen Statistiken für 2023 verzeichnen 360 getötete Frauen in Deutschland – mehr als zwei Drittel dieser Fälle wurden als häusliche Gewalttaten eingestuft.

Im Anschluss an die Lesung besteht für das Publikum die Möglichkeit, mit der Autorin über das Thema zu diskutieren. Heike Tatsch, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, betont, dass Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftliches – und kein privates – Problem sei.

Ziel der Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt und ihre weitreichenden Folgen zu schärfen. Die Teilnehmer:innen erhalten Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse dazu, wie Femizide in der öffentlichen Debatte oft übersehen werden. Die Organisator:innen rufen zur Teilnahme auf, um die Notwendigkeit struktureller Veränderungen zu unterstreichen.

Quelle