Filmförderung in Deutschland: Neue Regeln zwingen Streamingdienste zu mehr Investitionen in lokale Produktionen

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des Reichshallen-Theaters in Berlin, Deutschland, zeigt eine detaillierte Illustration des Auditoriums mit Text oben und unten.Christoph Döhn

Filmförderung in Deutschland: Neue Regeln zwingen Streamingdienste zu mehr Investitionen in lokale Produktionen

Die Bundesregierung hat ein neues Gesetz zur Reform der Filmförderung in Deutschland verabschiedet. Streamingdienste und Sender müssen künftig mindestens 8 % ihrer jährlichen Nettoeinnahmen in die Produktion investieren. Die Änderungen zielen darauf ab, die Unterstützung für europäische und deutsche Inhalte zu stärken – mit besonderem Fokus auf deutschsprachige Projekte.

Nach den neuen Regelungen müssen Anbieter einen Teil ihrer Budgets für europäische und deutsche Produktionen reservieren. Ein Anteil dieser Mittel fließt gezielt in deutschsprachige Filme und Serien. Unternehmen, die mehr als 12 % ihrer Einnahmen investieren, können separate Vereinbarungen mit Produktionsfirmen aushandeln.

Die Reform wird von Nordrhein-Westfalen (NRW), Deutschlands führender Region für Film und Fernsehen, begrüßt. 2024 entfielen 44 % aller Produktionsminuten in Deutschland auf NRW – ein Anstieg gegenüber 42 % im Jahr 2022. Bayern folgte mit 19 %, Berlin steuerte 13 % bei.

NRWs starke Position in der Unterhaltungsbranche stützt sich auf 158 Produktionsfirmen, von denen viele in und um Köln ansässig sind. Der Bundesland glänzt besonders mit digitalen und On-Demand-Inhalten und ist damit ein zentraler Akteur der Branche. Das neue Gesetz erhöht zudem die Förderung für kommerzielle Filmproduktionen auf 250 Millionen Euro pro Jahr, wovon auch kleinere Studios in der Region profitieren.

Die Förderreform verpflichtet Streamingdienste und Sender zu höheren Investitionen in lokale Produktionen. NRW als größter Produktionsstandort wird von den zusätzlichen Mitteln besonders profitieren. Das Gesetz sichert eine kontinuierliche Unterstützung für deutschsprachige und europäische Inhalte in den kommenden Jahren.