Flughafen Düsseldorf behält Fluggrenze bei – mehr Flexibilität statt Wachstum
Kristiane DippelDüsseldorf Airport Will Keine Extra Starts Mehr - Flughafen Düsseldorf behält Fluggrenze bei – mehr Flexibilität statt Wachstum
Flughafen Düsseldorf verzichtet auf Ausweitung der Start- und Landezeiten
Der Flughafen Düsseldorf hat seine Pläne für ein unbegrenztes Wachstum des Flugbetriebs aufgegeben und wird die bestehende Obergrenze von 131.000 Bewegungen pro Jahr beibehalten. Die Entscheidung fällt nach monatelangen Diskussionen über eine mögliche Kapazitätserweiterung des Flughafens Düsseldorf. Wie Flughafen-Chef Lars Redeligx bestätigte, setze man nun auf mehr Flexibilität innerhalb der bestehenden Grenzen.
Ziel ist es, betriebliche Anforderungen mit den Anliegen der Anwohner in Einklang zu bringen und gleichzeitig den Einsatz leiserer Flugzeuge zu fördern, um die Lärmbelastung zu reduzieren.
Die ursprünglichen Pläne, die Obergrenze von 131.000 Bewegungen vollständig abzuschaffen, wurden 2025 offiziell zurückgenommen, wie Flughafen-Geschäftsführerin Kerstin Jorna mitteilte. Statt einer kompletten Streichung der Grenze strebt der Flughafen Düsseldorf nun eine Anpassung ihrer Nutzung an. Ein zentraler Vorschlag sieht vor, die stündlichen Flugbewegungen von 47 auf 60 zu erhöhen, wenn beide Startbahnen in Betrieb sind.
Trotz der bestehenden Obergrenze lag die Auslastung in den vergangenen Monaten deutlich darunter. In den letzten 11,5 Monaten verzeichnete der Flughafen Düsseldorf über 155.000 Starts und Landungen – und das nicht nur während der sechsmonatigen Hauptsaison. Um die vorhandenen Kapazitäten besser zu nutzen, plant der Flughafen Düsseldorf, weniger Slots für die Allgemeine Luftfahrt vorzuhalten und so mehr Platz für Passagierflüge zu schaffen.
Die Lärmreduzierung bleibt ein zentrales Anliegen. Das nächtliche Flugverbot zwischen 23:00 und 6:00 Uhr bleibt bestehen, und der Flughafen Düsseldorf wirbt für den Einsatz moderner, leiserer Flugzeuge. Redeligx betonte, dieser Ansatz biete den Anwohnern planbare Grenzen, erlaube aber gleichzeitig einen effizienten Betrieb.
Die Neuausrichtung bedeutet zwar keine Erhöhung der Gesamtzahl der Flüge, ermöglicht aber eine bessere Verteilung von Starts und Landungen. Durch die Beibehaltung der Obergrenze und der Nachtflugbeschränkungen will Düsseldorf die Lärmbelastung verringern und gleichzeitig die Kapazitätssteuerung optimieren. Die Änderungen treten im Rahmen des bestehenden regulatorischen Rahmens in Kraft.






