"Freiheit für Kurdistan": 700 Demonstranten in Düren zeigen Solidarität mit Nordsyrien

Nina Pohl
Nina Pohl
2 Min.
Eine Gruppe von Polizisten in Uniformen mit Waffen steht auf einer Straße in Ankara, Türkei, während einer anti-regierungsamtlichen Demonstration, mit Fahrzeugen, Menschen, Gebäuden und Texttafeln im Hintergrund.Nina Pohl

"Freiheit für Kurdistan": 700 Demonstranten in Düren zeigen Solidarität mit Nordsyrien

Friedensdemo unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" in Düren

Am 28. Januar 2026 fand in Düren eine friedliche Kundgebung unter dem Motto "Freiheit für Kurdistan" statt. Rund 700 kurdische Demonstrantinnen und Demonstranten versammelten sich am Kaiserplatz, um ihre Solidarität mit Nordsyrien zum Ausdruck zu bringen. Die vom Kurdischen Kulturverein Düren organisierte Veranstaltung verlief weitgehend ohne Zwischenfälle.

Die Demonstration begann am Kaiserplatz und zog anschließend auf einer zuvor genehmigten Route durch die Innenstadt. Die Teilnehmenden trugen Plakate und skandierten Parolen zur Unterstützung der kurdischen Gemeinschaften in Syrien. Die Polizei war mit einem sichtbaren Aufgebot vor Ort, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten und das Versammlungsrecht zu schützen.

Im Nachgang leitete die Polizei zwei Ermittlungsverfahren ein – eines wegen Beleidigung, ein weiteres wegen versuchter Körperverletzung. Trotz dieser Vorfälle blieb die Kundgebung geordnet und endete gegen 20:00 Uhr mit einer Abschlusskundgebung am Kaiserplatz.

Die Proteste fanden vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen in Nordsyrien statt, wo am 19. Januar 2026 diplomatische Gespräche gescheitert waren. Die von Kurden geführten Syrian Democratic Forces (SDF) hatten zuvor einer Eingliederung in eine von Damaskus kontrollierte Übergangsregierung zugestimmt, der auch ehemalige IS- und al-Qaida-Kämpfer angehören. Zwar konnte so ein unmittelbarer Konflikt abgewandt werden, doch Berichte über anhaltende Angriffe auf kurdische Gebiete, Gefängnisausbrüche mit Freilassung von IS-Mitgliedern sowie die Angst vor weiterer Gewalt haben die Besorgnis verstärkt. Die USA und Frankreich gelten als mögliche Garantiemächte für Stabilität in der Region.

Im Norden des Iraks wurde der Einsatz der Bundeswehr gegen den IS bis zum 31. Januar 2026 verlängert. In den Provinzen Ninive und Kirkuk kommt es weiterhin zu Auseinandersetzungen zwischen IS-Kämpfern, PKK-Einheiten und lokalen Sicherheitskräften. Gleichzeitig zeigen Solidaritätskundgebungen in der kurdischen Region, darunter in Erbil, Unterstützung für die syrischen Kurden – begleitet von Warnungen vor möglichen grenzüberschreitenden Angriffen an der syrischen Grenze.

Die Demonstration in Düren endete ohne größere Störungen, auch wenn zwei kleinere Vorfälle zu polizeilichen Ermittlungen führten. Die Veranstaltung unterstrich die anhaltende Solidarität mit den kurdischen Gemeinschaften in Syrien, wo die Lage weiterhin instabil bleibt. Unterdessen bleiben die militärische und diplomatische Entwicklung in der Region angespannt, während internationale Kräfte die Lage aufmerksam beobachten.

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