Vom Friesenstand-Rebellen zum Bundeskanzler - Friedrich Merz: Vom Wirtschaftsexperten zum Kanzler mit 70 Jahren
Friedrich Merz ist nun seit sechs Monaten deutscher Bundeskanzler. Mit 70 Jahren ist er der zweitälteste Regierungschef in der Nachkriegsgeschichte des Landes. Seine politische Karriere umfasst Jahrzehnte – von parlamentarischen Funktionen bis zu seiner jüngsten Rückkehr als CDU-Vorsitzender und Kanzlerkandidat.
Merz betrat die politische Bühne zunächst als Mitglied des Europäischen Parlaments, bevor er in den Bundestag einzog. Im Jahr 2000 übernahm er den Vorsitz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und etablierte sich als zentrale Figur der Opposition. Nur zwei Jahre später löste Angela Merkel ihn in dieser Position ab – ein Wendepunkt für die Ausrichtung der Partei.
Nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag 2009 wechselte Merz in die Wirtschaft, wo er als Anwalt und Unternehmensberater tätig war. Seine Erfahrung in der freien Wirtschaft festigte seinen Ruf als Wirtschaftsexperte und ebnete später den Weg für sein politisches Comeback. Bis 2022 hatte er den CDU-Vorsitz errungen und sich als Kanzlerkandidat der Union durchgesetzt, bevor er Anfang 2026 das Amt antrat.
Über die Politik hinaus ist Merz für seine Verbindungen zum Andenpakt bekannt, einer Gruppe kritischer CDU-Mitglieder, die Merkels Politik ablehnten. Der gebürtige Sauerländer schätzt Bergtouren mit dem Mountainbike und Besuche in heimischen Kneipen – eine Verbundenheit zu seinen Wurzeln, die er bis heute pflegt.
Merz' Rückkehr in die Politik folgte auf Jahre in der Privatwirtschaft, in denen er sich als Kenner wirtschaftlicher Reformen profilierte. Heute prägt seine Führung die Richtung Deutschlands, gestützt auf politische Erfahrung und unternehmerisches Know-how. Die kommenden Jahre werden zeigen, wie sich sein Hintergrund in konkrete Politik umsetzen lässt.






