Friedrich Merz wird 70: Zwischen Staatsempfang und Familienidyll
Kristiane DippelFriedrich Merz wird 70: Zwischen Staatsempfang und Familienidyll
Friedrich Merz feierte am 11. November 2025 seinen 70. Geburtstag mit einem großen Empfang in Berlin. Rund 300 Gäste folgten der Einladung in das Reichstagsgebäude, bevor ein kleinerer Familienkreis im privaten Rahmen zusammenkam. Trotz des runden Geburtstags bezeichnete er den Tag als ganz normalen Arbeitstag in seinem vollen Terminkalender.
Geboren in Brilon im Hochsauerland, ist Merz seiner Heimatregion stets verbunden geblieben und lebt heute im nahegelegenen Arnsberg. Sein Werdegang – sowohl beruflich als auch privat – ist geprägt von Disziplin, Ehrgeiz und einer gewissen rebellischen Ader, die ihn schon in jungen Jahren auszeichnete.
Sein schulischer Weg verlief zunächst alles andere als geradlinig: Vom ersten Gymnasium wurde er wegen Verhaltensauffälligkeiten verwiesen, und das Abitur bestand er nur knapp. Dennoch nahm er 1976 das Jurastudium in Bonn und Marburg auf, das er 1981 abschloss, bevor er 1985 das zweite Staatsexamen bestand.
Über sein berufliches Wirken hinaus ist Merz für seinen stilvollen Kleidungsgeschmack bekannt – maßgeschneiderte Anzüge kombiniert er gern mit Krawatten, die dezent Motive aus seinen Hobbys aufgreifen. Bewegung hält er sich durch Radfahren und Wandern, und er legt Wert darauf, sich selbst die Hemden zu bügeln. Zudem kocht er leidenschaftlich gern, besonders sein Lieblingsgericht: Spaghetti frutti di mare.
Die Familie nimmt in seinem Leben einen zentralen Platz ein. Aufgewachsen in einem großen Haushalt mit drei Geschwistern, hat er mit seiner Frau Charlotte drei Kinder. Gemeinsam engagieren sie sich in der Charlotte-und-Friedrich-Merz-Stiftung, die Bildungsprojekte und Stipendien in Arnsberg fördert.
An seinem Geburtstag begann der Tag mit einem offiziellen Empfang im Reichstag, zu dem politische Weggefährten und Bekannte erschienen. Später folgte ein privater Kreis mit der Familie. Doch selbst an diesem Tag bestand Merz darauf, dass es ein ganz normaler Arbeitstag sei.
Sein 70. Geburtstag unterstrich sowohl seinen öffentlichen Einfluss als auch seine privaten Verpflichtungen. Die Stiftung, die er mit seiner Frau führt, unterstützt weiterhin die lokale Bildung, während seine persönlichen Gewohnheiten – vom Bügeln bis zum Steuern eigener Flugzeuge – das Bild eines Mannes zeichnen, der Tradition mit Eigenständigkeit verbindet. Die Feierlichkeiten in Berlin und Arnsberg markierten damit ein weiteres Kapitel in einem Leben, das von Widerstandsfähigkeit und Tatendrang geprägt ist.






