Fritz Schramma verlässt die CDU nach harter Kritik an Parteiführung
Christoph DöhnFritz Schramma verlässt die CDU nach harter Kritik an Parteiführung
Fritz Schramma, der 78-jährige ehemalige Oberbürgermeister von Köln, hat nach jahrelanger Mitgliedschaft die Christlich Demokratische Union (CDU) verlassen. Sein Austritt folgt auf scharfe Kritik an der Parteiführung und deren Umgang mit den jüngsten Wahlniederlagen. Unterdessen hat der neu gewählte Kölner Oberbürgermeister Pläne für ein "Sicheres und Sauberes Köln" angekündigt.
Schrammas Rückzug erfolgt, nachdem er öffentlich die mangelnde Aufarbeitung der CDU-Niederlage bei den Kölner Kommunalwahlen kritisiert hatte. Der Kandidat der Partei, Markus Greitemann, verfehlte dabei sogar die Stichwahl – ein herber Rückschlag. Schramma richtete seine Vorwürfe vor allem an den Fraktionsvorsitzenden Bernd Petelkau, dem er vorwirft, die Gründe für die Niederlage zu ignorieren.
Petelkau wies Schrammas Kritik zurück und erklärte, eine Analyse der Wahlergebnisse werde zunächst mit den Parteispitzen erörtert, bevor die breite Basis einbezogen werde. Zudem verteidigte er die aktuelle Führungsstruktur der Kölner CDU, an deren Spitze Serap Güler und Florian Braun stehen.
Schramma hatte zuvor argumentiert, weder die Partei noch ihre Stadtratsfraktion hätten die Ursachen für das schlechte Abschneiden ausreichend untersucht. Sein Austritt hinterlässt die CDU nun mit inneren Spannungen, während sie sich auf künftige Herausforderungen vorbereitet.
Der Rückzug des Ex-Oberbürgermeisters unterstreicht die anhaltenden Konflikte innerhalb der Kölner CDU. Angesichts der Pläne des neuen Oberbürgermeisters für ein "Sicheres und Sauberes Köln" muss die Partei nun sowohl ihre internen Streitigkeiten als auch ihre Wahlstrategie überdenken. Schrammas Vorwürfe bleiben indes unbeantwortet – und mit ihnen Fragen zur Zukunftskurs der CDU in der Stadt.






