Fünf Jahre Haft nach vorsätzlichem Überfahren der Lebensgefährtin in Düsseldorf
Horst-Dieter GertzFrau absichtlich überfahren: Fünf Jahre Haft - Fünf Jahre Haft nach vorsätzlichem Überfahren der Lebensgefährtin in Düsseldorf
Ein 22-jähriger Mann ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er seine Lebensgefährtin Tante bei einem Straßenfest in Düsseldorf vorsätzlich überfahren hatte. Der Angriff, der sich im September 2021 ereignete, löste während des Prozesses gewalttätige Auseinandersetzungen zwischen den beiden verfeindeten Familien aus. Die Spannungen blieben bis zur Urteilsverkündung unter strengen Sicherheitsvorkehrungen hoch.
Das Verbrechen geschah am 7. September 2021, als der Angeklagte das Opfer bei einer öffentlichen Veranstaltung anfuhr. Das Gericht kam zu dem Schluss, dass er mit tödlicher Absicht handelte und die Frau bewusst überfuhr, als sie am Boden lag. Er wurde des versuchten Totschlags für schuldig befunden und muss 9.000 Euro Schadensersatz zahlen.
Während des Prozesses brach im Flur des Gerichtsgebäudes eine Massenschlägerei zwischen Angehörigen beider Seiten aus. Wegen der anhaltenden Feindseligkeiten wurden die Sicherheitsmaßnahmen für die Urteilsverkündung verstärkt. Der Angeklagte, der zum Zeitpunkt der Tat ohne Führerschein und unter Alkoholeinfluss fuhr, hatte seine Partnerin nach Romani-Brauchrecht geheiratet.
Sein Anwalt kündigte inzwischen an, gegen das Urteil in Berufung zu gehen.
Der Fall hat die Gräben zwischen den beiden betroffenen Familien weiter vertieft. Die fünfjährige Haftstrafe und die Schadensersatzanordnung sind nun rechtskräftig – zumindest bis zu einer möglichen Berufung. Mit dem Urteil findet ein Prozess, der von Gewalt und langjährigen Fehden geprägt war, vorerst ein Ende.






