Fußballclubs setzen auf Solarstrom für ihre Stadien – Dortmund und Avro FC machen voran
Kristiane DippelFußballclubs setzen auf Solarstrom für ihre Stadien – Dortmund und Avro FC machen voran
Zwei Fußballvereine bauen ihre Nutzung von Solarenergie aus, um ihre Stadien mit Strom zu versorgen. Der britische Klub Avro FC sucht derzeit einen Auftragnehmer für ein neues Solarstromsystem mit Batteriespeicher im Whitebank-Stadion. Unterdessen hat Borussia Dortmund am Signal Iduna Park bereits seine bestehende Solaranlage mit einer deutlich größeren Batteriespeichereinheit aufgerüstet.
Avro FC hat eine Ausschreibung für ein Solarkraftwerk auf dem Gelände seines Heimstadions in Oldham, Greater Manchester, gestartet. Das Projekt umfasst eine 80-kW-Solaranlage in Kombination mit einem 40-kW-Batteriespeicher. Unternehmen können ihre Angebote bis zum 30. November einreichen; die Installation soll voraussichtlich Anfang 2026 abgeschlossen sein. Sobald das System in Betrieb ist, könnte es etwa die Hälfte des Strombedarfs des Stadions decken.
Borussia Dortmund hat unterdessen ein großes Upgrade seiner bestehenden Solarinfrastruktur abgeschlossen. Die ursprüngliche 900-kW-Photovoltaikanlage aus dem Jahr 2011 wurde auf über 5 MW erweitert. Die neue Anlage besteht aus 11.132 Solarmodulen und einem 3,7-MWh-Batteriespeicher, der im Herbst 2025 fertiggestellt wurde. Sowohl die Solarfläche als auch der Speicher sind um 10–15 Prozent größer ausgefallen als ursprünglich geplant, was die Kapazität für erneuerbare Energien im Stadion deutlich erhöht.
Die erweiterte Anlage im Signal Iduna Park wird deutlich mehr Strom erzeugen als zuvor. Dortmunds Modernisierung spiegelt einen wachsenden Trend unter Fußballvereinen wider, die Abhängigkeit von herkömmlichen Energiequellen zu verringern.
Das neue Solar- und Speichersystem von Avro FC wird nicht nur die Stromkosten im Whitebank-Stadion senken, sondern auch den CO₂-Ausstoß reduzieren. Die abgeschlossene Aufrüstung bei Borussia Dortmund zeigt, wie groß angelegte Solaranlagen große Sportstätten nachhaltig versorgen können. Beide Projekte unterstreichen die zunehmend wichtige Rolle erneuerbarer Energien im Profifußball.






