Fußballturnier in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Christoph DöhnFußballturnier in Bergisch Gladbach setzt Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Internationale Wochen gegen Rassismus 2026 enden in Bergisch Gladbach mit Fußballturnier für Zusammenhalt statt Konkurrenz
In Bergisch Gladbach gingen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 mit einem Fußballturnier zu Ende, das die Gemeinschaft über den Wettbewerb stellte. Organisiert vom lokalen Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt, trafen sich Mannschaften unterschiedlicher kultureller und religiöser Herkunft. Im Mittelpunkt standen Solidarität und ein gemeinsames Zeichen gegen Diskriminierung – ohne Schiedsrichter, ohne Pokale, aber mit einer klaren Botschaft.
Das Bündnis gegen Rassismus und für Vielfalt in Bergisch Gladbach wurde 2024 gegründet, um ein offenes, inklusives Miteinander zu fördern. Seitdem vereint es unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Marcel Kreutz über 30 soziale, religiöse und politische Gruppen. Mit dem Turnier "Kick gegen Rassismus" schloss das Bündnis nun die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 ab.
Neun Teams traten bei dem Event an und repräsentierten verschiedene Glaubensrichtungen und Communities. Statt Medaillen erhielt jede Mannschaft ein Banner mit der Aufschrift "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus". Gespielt wurde ohne Schiedsrichter, allein auf Basis von Fairplay und gegenseitigem Respekt. Sieger wurde zwar der IGMG Bergisch Gladbach e.V., doch die Organisatoren betonten, dass der eigentliche Erfolg im Geiste der Verbundenheit lag.
Bundesweit umfasste die Kampagne 2026 rund 3.700 Veranstaltungen, viele davon in Zusammenarbeit mit Sportvereinen unter dem Hashtag #BewegtGegenRassismus. Städte wie Pfaffenhofen, Ingolstadt und München veranstalteten ähnliche Aktionen und unterstrichen damit das Motto: "100 % Menschenwürde. Vereint gegen Rassismus und Rechtsextremismus".
Das Turnier in Bergisch Gladbach zeigte exemplarisch, wie Sport Brücken bauen und Vorurteile abbauen kann. Ohne Schiedsrichter und ohne Preise stand der Respekt vor gemeinsamen Werten im Vordergrund. In ganz Deutschland machten tausende vergleichbare Initiativen deutlich: Der Kampf gegen Rassismus ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe.






