Gedenktafel für Historiker Dr. Ernst Schmidt in Essen-Borbeck enthüllt
Am 12. Oktober 2025 wurde am Kuhlmannsfeld-Haus in Essen-Borbeck eine Gedenktafel zu Ehren von Dr. Ernst Schmidt enthüllt. Bei der Feierstunde wurde das Lebenswerk des verstorbenen Historikers gewürdigt, der sich insbesondere mit der Aufarbeitung der Essener Vergangenheit in der NS-Zeit beschäftigt hatte. Als Begründer der NS-Erinnerungskultur in der Stadt hinterließ Schmidt bleibende Spuren in der lokalen Geschichtsforschung.
Dr. Ernst Schmidt (1924–2009) widmete sich jahrzehntelang der Erforschung und Bewahrung der Essener Geschichte. Sein Fokus auf die NS-Zeit führte zu zahlreichen Veröffentlichungen und zur Mitbegründung der Gedenk- und Dokumentationsstätte Alte Synagoge. Der Stadtchronist initiierte zudem 1985 den „Essener Erinnerungsweg“, ein Projekt, das bis heute die Bevölkerung über dieses dunkle Kapitel aufklärt.
Die Anbringung der Gedenktafel wurde vom Bezirksrat IV und dem Haus der Essener Geschichte / Stadtarchiv organisiert. Essens Oberbürgermeister Rolf Fliß nahm an der Veranstaltung teil und weihte die Ehrung offiziell ein. Die Finanzierung des Denkmals übernahm der Bezirksrat IV, um Schmidts Verdienste dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
Während seiner Laufbahn erhielt Schmidt mehrfach Auszeichnungen für sein Engagement. Seine Arbeit legte den Grundstein für Essens Umgang mit der historischen Erinnerung und prägte maßgeblich, wie die Stadt ihre Vergangenheit aufarbeitet.
Die Tafel ist nun Teil des „Essener Erinnerungswegs“, eines Netzwerks von Orten, die mit der NS-Geschichte der Stadt verbunden sind. Schmidts Vermächtnis lebt durch seine Forschungen, Publikationen und die von ihm mitgegründeten Einrichtungen weiter. Das Denkmal stellt sicher, dass künftige Generationen seine Rolle bei der Bewahrung der historischen Wahrheit Essens anerkennen.






