26 March 2026, 12:19

Gevelsberg: Streit um Datenschutz und Vereinsfreiheit im Katakomben-Konflikt

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, einige halten Kameras und Telefone, mit einem geparkten Fahrzeug, Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund, wahrscheinlich protestieren sie gegen ein russisches Regierungsverbot von Drohnen.

Gevelsberg: Streit um Datenschutz und Vereinsfreiheit im Katakomben-Konflikt

In Gevelsberg ist ein Streit zwischen der Stadtverwaltung und dem Bündnis "Allianz gegen Rechts" über die Nutzung eines städtischen Veranstaltungsorts eskaliert. Die Gruppe wirft Bürgermeister Claus Jacobi vor, ihre Aktivitäten überwachen zu wollen, nachdem Beamte persönliche Daten als Bedingung für die weitere Nutzung des Raums verlangt hatten. Die Spannungen verschärften sich, als das Bündnis der Stadt vorwarf, gegen Datenschutzgesetze und die Vereinsfreiheit zu verstoßen.

Im Mittelpunkt des Konflikts steht das städtische Katakomben, das die Allianz seit sechs Monaten für ihre vierzehntägigen Treffen nutzt. Kürzlich hinterfragte die Verwaltung die Verbindungen der Gruppe zu Antifa und dem regionalen Netzwerk "Ennepe-Ruhr bleibt standhaft". Anschließend forderten die Behörden persönliche Daten der Mitglieder als Voraussetzung für die weitere Raumnutzung.

Das von politischen Parteien und Gewerkschaften unterstützte Bündnis weigerte sich, der Forderung vollständig nachzukommen. Es argumentiert, die Anfrage verstoße gegen die DSGVO und berge die Gefahr, eine "Liste politischer Überzeugungen" zu schaffen. Zwar bestreitet die Stadt, solche Aufzeichnungen anzulegen, doch liegen ihr nun die Namen von vier Vertretern der Allianz vor.

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Die Gevelsberger Verwaltung betont, man habe lediglich eine Ansprechperson verlangt – weder ein Verbot noch eine umfassende Überwachung sei beabsichtigt gewesen. Dennoch fordert das Bündnis die sofortige Löschung aller erhobenen Daten. Die Gruppe bleibt misstrauisch gegenüber weiteren Eingriffen, darf den Raum aber vorerst weiterhin nutzen.

Unter der bestehenden Vereinbarung wird die Allianz die Katakomben weiterhin nutzen, doch bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich Datenschutz und politischer Kontrolle. Die Stadt beharrt darauf, dass ihre Maßnahmen rein verwaltungstechnischer Natur gewesen seien, während das Bündnis strengere Schutzmaßnahmen einfordert. Über das Netzwerk "Ennepe-Ruhr bleibt standhaft" oder dessen jüngste Aktivitäten in der Region sind keine weiteren Details bekannt geworden.

Quelle