27 June 2026, 12:13

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in NRW erreicht alarmierenden Höchststand

Mehr Kameras in Bussen, Zügen und Bahnhöfen in NRW

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in NRW erreicht alarmierenden Höchststand

Gewalt gegen Bahnmitarbeiter in Nordrhein-Westfalen nimmt dramatisch zu

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In Nordrhein-Westfalen haben Angriffe auf Bahn- und Buspersonal stark zugenommen: Allein im vergangenen Jahr wurden über 1.300 Bedrohungen und 905 körperliche Übergriffe registriert. Die Behörden reagieren nun mit einem Ausbau der Sicherheitsmaßnahmen in Bussen, Zügen und an Bahnhöfen.

Die Videoüberwachung ist bereits in den meisten S-Bahnen und Regionalzügen des Landes flächendeckend eingeführt – rund 90 Prozent der Züge sind mittlerweile mit Kameras ausgestattet. Zudem steht ein Landesprogramm kurz vor dem Abschluss, das die Installation von Überwachungssystemen an 100 kleineren und mittelgroßen Bahnhöfen vorsieht.

Neue Busse werden bereits serienmäßig mit Videotechnik ausgeliefert, während die bestehenden Flotten nachgerüstet werden, um die gesamten Innenräume zu überwachen. In Pilotprojekten im Rheinland werden zudem Körperkameras getestet, die sich bereits als wirksam erwiesen haben, um angespannte Situationen zu deeskalieren und die Sicherheit zu erhöhen.

In Dortmund setzen Verkehrsverantwortliche nachts Sicherheitskräfte ein, die aus einer zentralen Leitstelle Live-Bilder überwachen. Körperkameras gehören inzwischen zur Standardausrüstung der Sicherheitsteams, die in Zügen und an Bahnhöfen patrouillieren. Einige Bahnunternehmen bieten sie auch freiwillig für Mitarbeiter an. Schon die Ankündigung, eine Körperkamera zu aktivieren, wirkt oft abschreckend auf aggressive Personen.

Langfristig ist geplant, alle Züge in NRW mit einer vollständigen Kameraüberwachung nachzurüsten. Die Aufnahmen sollen in der Cloud gespeichert werden, und KI-gestützte Systeme könnten künftig automatisch Risikosituationen erkennen.

Mit dem Ausbau von Video- und Körperkameras sollen Straftaten verhindert und sowohl Personal als auch Fahrgäste besser geschützt werden. Da bereits der Großteil der Züge überwacht wird und weitere Nachrüstungen laufen, stärken die Verkehrsbetriebe in NRW ihre Fähigkeit, auf Vorfälle schnell und effektiv zu reagieren.

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