Gewalt gegen Frauen: Lesung in Lünen fordert gesellschaftlichen Wandel

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
2 Min.
Eine Frau in einem grünen T-Shirt steht auf einer Demonstration und hält ein weißes Schild in der Hand, während viele andere Menschen hinter ihr stehen.Horst-Dieter Gertz

Gewalt gegen Frauen: Lesung in Lünen fordert gesellschaftlichen Wandel

Öffentliche Lesung und Diskussion zu Gewalt gegen Frauen in Lünen

Am 1. Dezember 2025 fand in Lünen eine öffentliche Lesung und Diskussion zum Thema Gewalt gegen Frauen statt. Die Veranstaltung stand im Zeichen des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und präsentierte die Autorin Julia Cruschwitz mit ihrem Buch „Femizide – Frauenmorde in Deutschland“. Rund 30 Interessierte folgten der Einladung ins Gemeinschaftszentrum Treffpunkt Persiluhr.

Durch den Abend führte Heike Tatsch, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, die das Gespräch zwischen Cruschwitz und dem Publikum moderierte. Die Autorin las zentrale Passagen aus ihrem Buch, das sich mit den gesellschaftlichen Ursachen von Femiziden auseinandersetzt und nachdrücklich stärkere Präventionsmaßnahmen fordert.

Im Anschluss an die Lesung stellten die Teilnehmer:innen Fragen und tauschten sich über das Thema aus. Die Diskussion beleuchtete Cruschwitz’ Forschungsergebnisse, darunter wiederkehrende Gewaltmuster und systemische Versäumnisse bei der Bekämpfung des Problems. Organisiert wurde die Veranstaltung gemeinsam vom Amt für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten der Stadt Lünen, der örtlichen Volkshochschule und der Stadtbibliothek. Cruschwitz, die auch als Investigativjournalistin für den MDR und als Mitwirkende beim Podcast „Lage der Nation“ bekannt ist, bereicherte die Debatte mit ihrem Fachwissen.

Die Lesung und Diskussion boten Raum für eine Auseinandersetzung mit dem Thema Gewalt gegen Frauen. Die Besucher:innen verließen die Veranstaltung mit einem vertieften Verständnis für die Buchinhalte und die dringende Notwendigkeit gesellschaftlichen Wandels. Die Veranstaltung unterstrich zudem lokale Bemühungen, das Bewusstsein für das Thema zu schärfen.