Gezielter Sprengstoffanschlag auf Ex-Hells-Angels-Mitglied in Köln – Drogenstreit als Motiv

Nina Pohl
Nina Pohl
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Ein Mann steht in der Tür eines Gebäudes, aus der Rauch quillt, und ein Text am unteren Rand lautet "explosion de la rue de monceau".Nina Pohl

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Frühe Explosion erschüttert Wohnhaus in der Kölner Johannesstraße

Ein frühmorgendlicher Anschlag hat am Dienstag ein Wohnhaus in der Kölner Johannesstraße erschüttert. Die Detonation, die gegen 4:30 Uhr erfolgte, richtete erhebliche Schäden an, verursachte jedoch keine Verletzungen. Die Polizei prüft nun, ob es sich um einen gezielten Angriff auf ein ehemaliges Mitglied der Hells Angels im Zusammenhang mit einem Drogenstreit handelte.

Die Explosion riss die Fassade des Wohngebäudes auf, zerstörte zehn in der Nähe geparkte Fahrzeuge und beschädigte mehrere angrenzende Häuser. Eine 39-jährige Frau im Gebäude blieb unverletzt. Augenzeugen berichteten später von einem vermummten Mann, der kurz nach der Detonation vom Tatort geflohen sei.

Erste Vermutungen deuteten auf einen Zusammenhang mit häuslicher Gewalt hin. Mittlerweile gehen die Ermittler jedoch von einem gezielten Anschlag auf Baran A., ein ehemaliges Hells-Angels-Mitglied, aus. Als Motiv gilt ein Konflikt um 350 Kilogramm gestohlenes Cannabis im Wert von über einer Million Euro. Die Behörden schlossen Verbindungen zu früheren Vorfällen mit Rockerclubs aus. Stattdessen stuften sie den Fall als Straftat gegen die Haushalts- und Wohnungssicherheit ein – bedingt durch die gezielte Sprengung.

Die Explosion verursachte erhebliche Sachschäden, aber keine Personenschäden. Die Polizei fahndet weiterhin nach dem vermummten Tatverdächtigen, der aus dem Bereich geflohen war. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht weiterhin die drogenbedingte Fehde hinter dem Anschlag.