Gil Ofarim entschuldigt sich nach Jahren für falsche Antisemitismus-Vorwürfe

Christoph Döhn
Christoph Döhn
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Ein Mann im Anzug und eine Frau mit einer Flasche in der Hand stehen nebeneinander auf einer Bühne, mit einer Wand und Text im Hintergrund.Christoph Döhn

Ofarim ärgerlich über eigene Äußerungen zum Prozess - Gil Ofarim entschuldigt sich nach Jahren für falsche Antisemitismus-Vorwürfe

Gil Ofarim hat sich öffentlich für die falsche Anschuldigung gegen einen Leipziger Hotelmitarbeiter wegen Antisemitismus im Jahr 2021 entschuldigt. Das Geständnis erfolgte im Februar 2026 während eines Auftritts bei Punkt 12 auf RTL – Jahre, nachdem er die Vorwürfe erstmals auf Instagram erhoben hatte. Seine jüngsten Äußerungen in einer Reality-Show brachten die Debatte um den Fall erneut ins Rollen, der trotz seines gerichtlichen Schuldeingeständnisses weiterhin für Kontroversen sorgt.

Der Streit begann 2021, als Ofarim auf Instagram behauptete, ein Hotelangestellter in Leipzig habe ihm gegenüber antisemitische Bemerkungen gemacht. Später stellte sich heraus, dass die Anschuldigung falsch war, und er zog sie während eines Verleumdungsprozesses zurück. Dennoch schwieg er zwei Jahre lang zu dem Vorfall, bevor er vor Gericht einräumte, gelogen zu haben.

Anfang 2026, während seiner Teilnahme an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, wollte Ofarim das Thema Prozess zunächst vermeiden. Überraschenderweise sprach er es dann doch in einer Folge an und deutete an, die Sicherheitsaufnahmen des Hotels könnten manipuliert worden sein. Mitbewohner kritisierten seine Zurückhaltung, die Frage offen anzugehen, und der zu Unrecht beschuldigte Mitarbeiter äußerte später Frust: Ofarim stelle sich weiterhin als Opfer dar.

Obwohl Ofarim die Show schließlich gewann und zum "Dschungelkönig" gekürt wurde, überschatten die Vorwürfe seinen Aufenthalt im Camp. Später präzisierte er, seine Aussagen zum Prozess seien keine geheimen Details gewesen, da sie bereits Gegenstand öffentlicher Gerichtsverhandlungen gewesen seien. Die Behörden lehnten unterdessen Forderungen nach einer erneuten Untersuchung des Falls ab.

Der Hotelmitarbeiter, der von jedem Fehlverhalten freigesprochen wurde, betont wiederholt, Ofarims Verhalten verzerre nach wie vor die Wahrheit. Zwar hat sich Ofarim entschuldigt und seine falschen Behauptungen eingeräumt, doch der Vorfall bleibt ein polarisierendes Thema. Der Fall zeigt, wie nachhaltig seine Handlungen – sowohl rechtlich als auch in der öffentlichen Wahrnehmung – wirken.

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