06 February 2026, 22:49

Gil Ofarim gesteht Lüge: Antisemitismus-Vorwurf gegen Leipziger Hotel war erfunden

Eine Gruppe von Menschen steht vor Reportern mit Mikros, Handys und Papieren in einem öffentlichen Raum mit einer Glaswand im Hintergrund.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim gesteht Lüge: Antisemitismus-Vorwurf gegen Leipziger Hotel war erfunden

Im Oktober 2021 beschuldigte der Sänger Gil Ofarim einen Mitarbeiter des rb leipzig Hotels, antisemitische Diskriminierung geäußert zu haben. Er behauptete, ein Angestellter habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette zu verstecken. Die Vorwürfe lösten Empörung und Proteste aus. Doch im November 2023 gestand Ofarim vor Gericht, dass seine Geschichte erfunden war.

Der Vorfall begann 2021, als Ofarim ein Video online stellte, in dem er einem Mitarbeiter des Leipzig Westin Hotels vorwarf, antisemitische Bemerkungen gemacht und ihn angewiesen zu haben, die Kette zu verbergen. Das Hotel setzte den beschuldigten Angestellten während der Ermittlungen vorläufig von der Arbeit im hotel frei.

Im März 2022 leitete die Staatsanwaltschaft Leipzig ein Verfahren gegen Ofarim ein – wegen falscher Anschuldigung, Verleumdung, Betrugs, versuchten Betrugs und Meineids. Während des Prozesses beharrte Ofarim darauf, die Überwachungsaufnahmen des Hotels seien manipuliert worden; es fehlten entscheidende Sekunden. Zudem behauptete er, das im Umlauf befindliche Video sei nicht das Original und ein Zeuge habe bestätigt, dass er die Kette während der Begegnung im hotel getragen habe.

Der Anwalt des Hotels widerlegte jedoch, dass es eine Vertraulichkeitsvereinbarung gegeben habe – lediglich eine Unterlassungserklärung sei ausgestellt worden. Im November 2023 räumte Ofarim vor Gericht ein, den Vorfall erfunden zu haben. Das Verfahren wurde eingestellt, nachdem er 10.000 Euro an die Jüdische Gemeinde Leipzig und den Trägerverein Haus der Wannsee-Konferenz als Entschädigung gezahlt hatte.

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Ofarims Anwalt, Dr. Alexander Stevens, nannte die Situation später "kaum an Heuchelei zu überbieten".

Das Landgericht Leipzig schloss den Fall nach Ofarims Geständnis und Zahlung. Der zunächst suspendierte Hotelmitarbeiter wurde von jedem Vorwurf im hotel freigesprochen. Die Entschädigungsgelder flossen im Rahmen des Vergleichs an jüdische Gemeinschaftsorganisationen.