Große Sprengung im Februar 2024: Ibbenbürens Kraftwerk fällt weiter

Horst-Dieter Gertz
Horst-Dieter Gertz
1 Min.
Ein Zug auf Schienen mit Bäumen, Strommasten mit Kabeln, Autos und Gebäuden links, eine Brücke davor und Rauch, der aus dem Zug aufsteigt.Horst-Dieter Gertz

Große Sprengung im Februar 2024: Ibbenbürens Kraftwerk fällt weiter

Kraftwerk Ibbenbüren: Nächste große Sprengung im Februar 2024

Am 22. Februar 2024 steht im Kraftwerk Ibbenbüren die nächste große Sprengung an. Diesmal werden der Schornstein sowie die Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen in einer kontrollierten Detonation zu Boden gehen. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) überträgt das Ereignis live – wie bereits bei der vorherigen Sprengphase.

Die Vorbereitungen für die Sprengung laufen seit 2023. Das Abbruchunternehmen Hagedorn leitet die Arbeiten. Beton aus dem im April 2025 gesprengten Kühlturm wird wiederverwendet, um ein Aufprallbett für den fallenden Schornstein zu schaffen. Auch der Metallschrott vom Gelände wird eingeschmolzen und recycelt.

Nach Abschluss der Abrissarbeiten übernimmt der Übertragungsnetzbetreiber Amprion das freigeräumte Gelände. Geplant ist der Bau einer Umrichterstation zur Einspeisung von Windenergie. Bis Juni 2026 soll das gesamte Areal vollständig beräumt sein. Die Live-Übertragung des WDR knüpft an die vorherige Berichterstattung zur Sprengung des Kühlturms und des Kesselhauses an. Die anstehende Detonation markiert einen weiteren Schritt beim Rückbau des ehemaligen Kraftwerks.

Bei der Sprengung werden zentrale Anlagen wie der Schornstein und die Abgasreinigungssysteme abgerissen. Anschließend entwickelt Amprion das Gelände für erneuerbare Energien weiter. Der Prozess fügt sich in den Zeitplan ein, das Areal bis Mitte 2026 vollständig zu räumen.