09 June 2026, 08:16

Großeinsatz in Schwelm: Quecksilber-Austritt im Keller löst Evakuierung aus

FW-DE: Gefahrengutunfall - Quecksilberleckage, Schuetzenstr.

Großeinsatz in Schwelm: Quecksilber-Austritt im Keller löst Evakuierung aus

Gefahrguteinsatz in Schwelm: Quecksilber-Austritt in Mehrfamilienhaus löst Großeinsatz aus

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Am Freitagabend, dem 12. September 2025, kam es in der Schützenstraße in Schwelm zu einem Gefahrguteinsatz. Nach der Entdeckung einer unbekannten Substanz im Keller eines mehrstöckigen Wohngebäudes rückten Rettungskräfte an. Die Lage erforderte eine sofortige Evakuierung und einen Großeinsatz mit mehreren Feuerwehrverbänden.

Auslöser war ein kleiner Koffer mit verschiedenen Reagenzien und Gerätschaften, der bei Aufräumarbeiten im Keller gefunden wurde. Darin wurde beschädigtes Quecksilber als die ausgetretene Substanz identifiziert. Einsatzleiter Jan Poschmann teilte die Einsatzstelle umgehend in Abschnitte ein und ordnete die Räumung des Gebäudes an.

Zur Unterstützung wurden ein Gefahrgutberater sowie ein spezielles Messfahrzeug der Feuerwehr Gevelsberg angefordert. Die Feuerwehr Wuppertal stellte zudem ein Quecksilber-Bindemittelset bereit. Auf dem Höhepunkt des Einsatzes waren 29 Einsatzkräfte und bis zu zwölf Fahrzeuge der örtlichen Feuerwehren und Rettungsdienste im Einsatz.

In Vollschutzanzügen und mit Atemschutz ausgerüstete Teams sammelten das ausgetretene Quecksilber ein. Vor dem Gebäude wurde eine Dekontaminationsstation eingerichtet, während ein beheizter Einsatzleitbus (VER) im Parkplatz eines nahegelegenen Supermarkts als vorübergehende Unterkunft für die betroffenen Bewohner diente. Da die Bergung des Quecksilbers nicht vollständig gelang, übernahm ein spezialisiertes Entsorgungsunternehmen die weitere Sanierung der Einsatzstelle.

Die Feuerwehr Schwelm bedankte sich später bei den Feuerwehrverbänden aus Gevelsberg und Wuppertal für deren Unterstützung während des Einsatzes.

Der Vorfall erforderte eine abgestimmte Reaktion mehrerer Rettungsdienste. Die Anwohner wurden vorübergehend umgesiedelt, und das Gelände wurde für weitere Dekontaminationsmaßnahmen abgesichert. Die Behörden bestätigten, dass Fachteams die Sanierungsarbeiten fortsetzen würden, um die vollständige Sicherheit des Geländes zu gewährleisten.

Quelle