Großrazzia in Münster: Bauunternehmer wegen Lohnbetrugs und Untreue festgenommen
Christoph DöhnGroßrazzia in Münster: Bauunternehmer wegen Lohnbetrugs und Untreue festgenommen
In Münster und Senden läuft derzeit eine großangelegte Razzia, nachdem die Behörden Haftbefehle vollstreckt haben. Zollfahnder, Bundespolizisten und Staatsanwälte sind an den Ermittlungen beteiligt, die sich gegen Lohnbetrug und Untreue richten.
Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht ein 33-jähriger Mann, der ein Bauunternehmen führte. Ihm wird vorgeworfen, Mitarbeiter nicht bei der Sozialversicherung angemeldet und keine Arbeitgeberbeiträge abgeführt zu haben. Bei einer Durchsuchung seiner Wohnung im Jahr 2022 wurden belastende Beweismittel sichergestellt.
An der Aktion sind knapp 110 Zollbeamte aus Münster und Osnabrück, rund 40 Bundespolizisten sowie mehrere Staatsanwälte beteiligt. Sieben Objekte werden durchsucht, darunter vier Wohnungen und drei Geschäftsräume. Zwei Haftbefehle wurden vollstreckt, was zur Festnahme des Hauptverdächtigen und eines 61-jährigen Mitarbeiters führte.
Dem 33-Jährigen werden Lohnvorenthaltung, Untreue und Betrug vorgeworfen. Auch eine 54-jährige Frau steht im Verdacht, in die Machenschaften verwickelt zu sein. Gegen ihn laufen nun Strafverfahren vor dem Landgericht Münster. Die Operation dauert noch an; erste Erkenntnisse werden für später heute erwartet. Die Verdächtigen bleiben vorerst in Untersuchungshaft, während die Ermittlungen fortgesetzt werden.
