Großübung simuliert Massenanfall von Verletzten nach schwerem Verkehrsunfall
Christoph DöhnGroßübung simuliert Massenanfall von Verletzten nach schwerem Verkehrsunfall
Großübung für den Ernstfall: Rettungskräfte proben Massenanfall von Verletzten
Am 6. September 2026 fand eine großangelegte Notfallübung mit Beteiligung mehrerer Rettungsorganisationen statt. Das Szenario simulierte einen schweren Verkehrsunfall mit einem Reisebus, einem Pkw und einem Fußgänger. Über 70 Einsatzkräfte und 30 Statisten wirkten an der Übung mit.
Ausgangslage war ein zusammengespielter Zusammenstoß zwischen einem Reisebus mit Fußballfans und einem Auto, das anschließend einen Fußgänger erfasste. Daraufhin wurde ein Massenanfall von Verletzten (MANV) ausgelöst, der zusätzliche Kräfte zur Unfallstelle erforderte. Die Rettungsteams arbeiteten unter Hochdruck, um 26 Betroffene zu bergen – einige von ihnen eingeklemmt in den Fahrzeugen.
Die Feuerwehr befreite die Eingeschlossenen, während Sanitäter die medizinische Versorgung vorbereiteten. Es wurden Einsatzabschnitte eingerichtet, der Funkverkehr koordiniert und eine Behandlungszone eingerichtet. Mithilfe von Patientenbegleitscheinen wurden alle Verletzten und Maßnahmen dokumentiert.
Nach etwa drei Stunden endete die Übung. Im Anschluss trafen sich alle Beteiligten an der Feuerwehrwache Reichswalde, um Erfahrungen auszutauschen und Feedback zu geben.
An der Übung beteiligten sich rund 100 Personen. Geprobt wurde die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst, Deutschem Roten Kreuz und Malteser Hilfsdienst. Ziel war es, Einsatzstrategien für Großschadenslagen zu optimieren. Besonders im Fokus standen dabei die Patientenverfolgung und das Ressourcenmanagement.
