Grundschüler in Höxter-Albaxen mahnen Temposünder mit Süßigkeiten
Horst-Dieter GertzGrundschüler in Höxter-Albaxen mahnen Temposünder mit Süßigkeiten
"Süßes oder Saures": Aufklärungskampagne für Tempobewusstsein in Höxter-Albaxen
Diese Woche fand in Höxter-Albaxen eine ungewöhnliche Verkehrssicherheitsaktion unter dem Motto "Süßes oder Saures" statt. Grundschüler arbeiteten Hand in Hand mit der örtlichen Polizei, um Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Nähe ihrer Schule zu erinnern. Das Ziel der Initiative: durch freundliche Ansprache statt Strafen für mehr Sicherheit auf den Straßen sorgen.
Die Aktion wurde auf der Hansastraße durchgeführt, wo der Verkehr aus Richtung Stahle in den Ort einbiegt. 63 Schülerinnen und Schüler der Albaxener Schule im Wesertal unterstützten die Kreispolizeibehörde Höxter. Vor Ort waren ein Motorradbeamter, das Revierdienstteam sowie die Beamtinnen Kathrin Nieseke und Pia Menne im Einsatz.
Die Kinder maßen mit Radarpistolen die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos und hielten mit Stoppschildern Fahrzeuge an. Insgesamt wurden 37 Fahrer kontrolliert. Wer sich an die Höchstgeschwindigkeit hielt, erhielt von den Schülern eine Dankeskarte – kombiniert mit einer süßen Überraschung. Temposünder bekamen stattdessen eine freundliche Mahnung und ein "saueres" Bonbon.
Nur wenige Autofahrer überschritten die erlaubte Geschwindigkeit; der höchste gemessene Wert lag bei 58 km/h. Die Kinder sprachen die Motoristen direkt an, bedankten sich bei vorbildlichen Fahrern und erklärten, warum Rasen auf ihrem Schulweg besonders gefährlich ist. Verwarnungen oder Bußgelder gab es während der Aktion nicht.
Die Kampagne stieß bei allen Beteiligten auf große Begeisterung. Durch die Kombination aus Aufklärung und spielerischem Ansatz wurden Autofahrer für rücksichtsvolleres Fahren sensibilisiert. Die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Schülern unterstrich, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement für die Verkehrssicherheit ist.






