Grüne kämpfen um den Schrodtberg: Warum Solingens Öko-Schatz nicht bebaut werden soll
Christoph DöhnGrüne kämpfen um den Schrodtberg: Warum Solingens Öko-Schatz nicht bebaut werden soll
Die Solinger Grünen fordern strengere Schutzmaßnahmen für den Schrodtberg, ein abschüssiges Gebiet von zentraler ökologischer Bedeutung für die Stadt. Ihrer Ansicht nach würden die Bebauungspläne der SPD die Natur zerstören und auf Widerstand der Anwohner stoßen, die rechtliche Schritte ankündigen. Die Partei pocht auf nachhaltige Alternativen, um die Biotopfunktion der Landschaft zu bewahren.
Der Schrodtberg sowie das Fleußmühlental spielen eine Schlüsselrolle für das ökologische Gleichgewicht Solingens. Die Bezirksvertreterin der Grünen, Helga Bisier, warnte, dass eine Umwandlung in ein Industriegebiet den ökologischen Wert des Gebiets unwiederbringlich zerstören würde. Im früheren "Masterplan Arbeit und Wirtschaft" der Partei war den Bürgern noch zugesichert worden, dass lediglich das ehemalige Sportfeld gewerblich genutzt werden solle.
Die Grünen fordern nun, den Schrodtberg, den Piepersberg West sowie Fürkeltrath II in Gräfrath als geschützte Landschaftsbereiche auszuweisen. Der Planungsexperte Dietmar Gaida verwies auf die hohen Kosten und technischen Schwierigkeiten einer Bebauung des steilen Geländes. Zudem rechnet er mit Klagen betroffener Anwohner, falls das Projekt vorangetrieben werde.
Statt den Schrodtberg zu bebauen, schlagen die Grünen vor, bestehende Gewerbegebiete wie etwa in der Nähe des Birkenweiher zu nutzen. Ihr Einsatz für den Landschaftsschutz konzentriert sich dabei auf Solingen und hat keine direkten Auswirkungen auf ähnliche Diskussionen in den Nachbarstädten Remscheid oder Wuppertal.
Mit ihren Vorschlägen wollen die Grünen die gewerbliche Erschließung des Schrodtbergs verhindern und stattdessen eine nachhaltige Flächennutzung fördern. Sie appellieren an den Stadtrat, in künftigen Planungen Natur- und Klimaschutz Priorität einzuräumen. Rechtliche und finanzielle Hürden könnten eine mögliche Bebauung des Gebiets zusätzlich verzögern.






