05 February 2026, 16:54

GTime sorgt mit ungewöhnlichem Gehaltsmodell für seinen Editor für Diskussionen

Ein Computerbildschirm, der eine Videoabspielerschnittstelle mit verschiedenen Profilbildern von Menschen verschiedenen Alters, Geschlechts und Ethnien sowie Text und Optionen unten zeigt.

GTime sorgt mit ungewöhnlichem Gehaltsmodell für seinen Editor für Diskussionen

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Sein jüngster Erfolg kommt nach Jahren des Durchhaltevermögens und einer gezielten Neuausrichtung seiner Inhalte. Doch mit dem Aufstieg entfachte sich eine Debatte über die Art und Weise, wie er seinen Editor Enno bezahlt – eine Regelung, die manche in der Branche als ungewöhnlich großzügig bezeichnen.

GTime zahlt Enno derzeit ein festes Monatsgehalt von 4.800 Euro brutto. Zusätzlich erhält Enno die Hälfte der Einnahmen des YouTube-Kanals. Dieses Modell sticht in einer Branche hervor, in der die durchschnittlichen Jahresgehälter für Editoren in Deutschland in den letzten fünf Jahren von 25.000–35.000 Euro auf 30.000–45.000 Euro brutto gestiegen sind. Freiberufler verdienen in der Regel zwischen 25 und 50 Euro pro Stunde.

Kritik an GTimes Vorgehen kam von seinem Kollegen gTasty, der die Bezahlung als überzogen bezeichnete. GTime verteidigte die Vereinbarung und betonte Ennos Leidenschaft und Engagement. Zudem wies er gTastys Äußerungen zurück mit dem Argument, dass Menschen nicht wie bloße Ressourcen behandelt werden dürften.

Die Diskussion ist nicht neu. Frühere Kontroversen – etwa um Papaplatte – hatten bereits strukturelle Probleme bei der fairen Bezahlung von Editoren offenbart. Auch andere bekannte Streamer wie Trymacs und Max Schradin hatten sich zuvor zu dem Thema geäußert und die anhaltenden Spannungen zwischen Vergütung und Branchenstandards hervorgehoben.

GTimes Bezahlmodell hat nun eine neue Debatte über faire Entlohnung im Streaming-Bereich ausgelöst. Zwar ist sein Ansatz selten, doch er spiegelt eine größere Diskussion über die Wertschätzung kreativer Arbeit wider. Die Branche ringt weiterhin darum, Bezahlung, Nachfrage und die wachsenden Erwartungen an hochwertige Inhalte in Einklang zu bringen.