20 February 2026, 10:34

Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert kommunale Datenhoheit mit digitaler Plattform

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, darunter Doppeldeckerbusse, Autos und andere Fahrzeuge, umgeben von Pfählen, Laternen, Schildern, Bannern, Bäumen, einer Brücke, hohen Gebäuden und einem klaren blauen Himmel, mit Text am unteren Bildrand.

Güterslohs "Urban Stack" revolutioniert kommunale Datenhoheit mit digitaler Plattform

Gütersloh startet "Urban Stack" – digitale Plattform für kommunale Datenhoheit

Gütersloh hat den Urban Stack eingeführt, eine neue digitale Plattform, die Städten und Gemeinden helfen soll, Daten auszutauschen und die Abhängigkeit von externen Technologieunternehmen zu verringern. Das System bündelt Echtzeitinformationen aus Sensoren, etwa zu Fußgängeraufkommen, Hochwasserständen oder mikroklimatischen Bedingungen. Detmold war im Herbst 2025 die erste Stadt, die die Plattform nutzte, und markierte damit den Beginn einer bis 2026 laufenden Pilotphase.

Der Urban Stack wurde entwickelt, um Kommunen mehr Kontrolle über ihre digitale Infrastruktur zu geben. Durch die Zusammenlegung von Ressourcen können Städte und Kreise gemeinsame Anwendungen schaffen, behalten dabei aber die volle Hoheit über ihre Daten. Jeder Teilnehmer entscheidet selbst, ob er Informationen intern behält, mit anderen teilt oder über ein eigenes Portal öffentlich zugänglich macht.

Sechs Partner – die Städte Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Rietberg, Verl und Detmold sowie der Kreis Gütersloh – haben bereits eine Kooperationsvereinbarung zur Nutzung der Plattform unterzeichnet. Der Beitritt erfordert während der Pilotphase eine einmalige Gebühr von 5.000 Euro (netto), die technische Einrichtung und Sensoreinbindung abdeckt. Ab 2026 soll das Projekt in eine eigenständige Rechtsform überführt werden, um den langfristigen Betrieb zu sichern.

Gütersloh hat den Urban Stack bereits auf Smart-City-Veranstaltungen und Digitalkonferenzen präsentiert und damit das Interesse anderer Kommunen geweckt. Zwar haben sich noch keine weiteren Städte offiziell angeschlossen, doch das Potenzial für Zusammenarbeit und Kosteneinsparungen stößt auf anhaltende Resonanz.

Die Plattform bietet Kommunen die Möglichkeit, Daten eigenständig zu verwalten und digitale Lösungen gemeinsam zu entwickeln. Mit der laufenden Pilotphase und der geplanten institutionellen Verankerung ab 2026 strebt das Projekt eine breitere Ausweitung an. Die überschaubare Einstiegsgebühr und die flexiblen Optionen zur Datennutzung erleichtern Städten den Einstieg in die Modernisierung ihrer Infrastruktur.

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