Heilig-Geist-Kirche in Büderich: Schließung oder sozialer Neuanfang?
Horst-Dieter GertzHeilig-Geist-Kirche in Büderich: Schließung oder sozialer Neuanfang?
Ungewisse Zukunft für die Heilig-Geist-Kirche in Büderich
Die Heilig-Geist-Kirche in Büderich steht vor einer ungewissen Zukunft, während das Erzbistum Köln mit finanziellen Engpässen und schrumpfenden Gemeinden kämpft. Mit nur noch 6.300 Katholiken in der Region – und weiter sinkenden Zahlen – prüfen die Gemeindeverantwortlichen nun Optionen für die Kirche und das umliegende Gelände.
Seit Monaten beraten der Pfarrgemeinderat, der Kirchenvorstand und die diözesanen Behörden über das weitere Vorgehen. Pfarrer Michael Berning und Caroline Klingen möchten die Zukunft der Heilig-Geist-Kirche aktiv mitgestalten, statt später vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Bald soll ein detailliertes Konzept vorgelegt werden, das das Gemeindezentrum, die angrenzende Wiese und das Kirchengebäude zur Vermietung oder zum möglichen Verkauf anbietet.
Die finanziellen Probleme des Erzbistums verschärfen sich zusehends: Die Zahl der neu geweihten Priester sinkt Jahr für Jahr – oft bleiben nur einstellige Zahlen. Zwar wurde bereits eine neue seelsorgerische Einheit gegründet, die das linksrheinische Düsseldorf mit der Innenstadt verbindet, doch dies hat die Debatte neu entfacht, wie viele Kirchenstandorte überhaupt noch tragfähig sind. Die Gemeindevertreter hoffen, das Gelände an der Karl-Arnold-Straße weiterhin kirchlich nutzen zu können – idealerweise für soziale Zwecke wie ein Altenheim oder ein Jugendzentrum.
Der gesamte Prozess wird sich über mehrere Jahre erstrecken und alle Gemeindemitglieder in die Diskussionen einbeziehen. Zwar scheinen Schließungen und Einsparungen unvermeidbar, doch betonen die Verantwortlichen, dass noch keine endgültigen Entscheidungen gefallen sind.
Der Rückgang der katholischen Bevölkerung und der finanzielle Druck zwingen zu schwierigen Entscheidungen. Die Zukunft der Heilig-Geist-Kirche hängt von der Beteiligung der Gemeinde und der Machbarkeit einer Umnutzung ab. Vorerst bleibt die Kirche geöffnet – doch langfristige Veränderungen scheinen unausweichlich.






