Henkel kämpft mit steigenden Kosten durch Nahost-Krise und Ölpreisschock
Kristiane DippelHenkel kämpft mit steigenden Kosten durch Nahost-Krise und Ölpreisschock
Henkel, Hersteller bekannter Marken wie Persil und Schwarzkopf, kämpft mit steigenden Kosten aufgrund der anhaltenden geopolitischen Krise im Nahen Osten. Der Konflikt, der sich Mitte Februar 2026 zugespitzt hat, hat die globale Ölversorgung gestört und die Preise in die Höhe getrieben – mit direkten Auswirkungen auf die Produktions- und Logistikkosten des Konzerns.
Die Krise begann, als die Spannungen zwischen dem Iran, Israel und den USA zur Blockade der Straße von Hormus führten. Diese entscheidende Schifffahrtsroute transportiert 20 Prozent des weltweiten Öls und Flüssigerdgases; die Preise schnellen seitdem auf durchschnittlich 85 Dollar pro Barrel empor. In der Folge sehen sich Henkels Sparten für Chemikalien und Klebstoffe mit höheren Rohstoffkosten konfrontiert, was die Ergebnisse des Unternehmens zu Beginn des Jahres 2026 belastet.
Die Vorzugsaktien des Konzerns haben bereits innerhalb von etwas mehr als einer Woche 16 Prozent an Wert verloren. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel warnte, dass ein Aufschub von Preiserhöhungen die finanzielle Lage weiter verschärfen würde. Stattdessen setzt Henkel auf Produktqualität, um die notwendigen Preisanpassungen gegenüber den Verbrauchern zu rechtfertigen.
Auch Zulieferer und Logistikpartner geben ihre gestiegenen Kosten an Henkel weiter. Dennoch bleiben Marken wie Persil und Schwarzkopf trotz der Preisanpassungen bei den Kunden beliebt. Das Unternehmen, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt – davon weniger als 20 Prozent in Deutschland –, hatte 2021 einen Umsatz von 20,5 Milliarden Euro erzielt.
Knobel zeigt sich optimistisch, dass sich die Krise nicht über das gesamte Jahr hinziehen wird. Dennoch hat die Störung bereits jetzt Lieferketten beeinträchtigt und Henkel gezwungen, sich schnell an die veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen.
Die finanzielle Stabilität Henkels gerät unter Druck, da Ölpreise und Logistikkosten auf hohem Niveau verharren. Der Konzern setzt auf Markenbindung und Produktstärke, um die steigenden Ausgaben auszugleichen. Die Unternehmensführung beobachtet die Lage genau und hofft auf eine baldige Entspannung der anhaltenden Krise.






