05 February 2026, 12:52

Henne Henrietta flüchtet auf Bahnschienen und landet bei der Münchner Polizei

Eine alte Postkarte mit einer Gruppe von Hühner, die vor einem Zug stehen, mit Text auf der Postkarte.

Henne Henrietta flüchtet auf Bahnschienen und landet bei der Münchner Polizei

Henne sorgt für Aufsehen am Münchner Hauptbahnhof

Eine Henne hat am Freitagabend am Münchner Hauptbahnhof für Aufregung gesorgt, nachdem sie zwischen den Gleisen umherlief. Die Bundespolizei griff ein, um das Tier zu retten, und taufte es später auf den Namen Henrietta. Nach einem kurzen Aufenthalt in Polizeigewahrsam konnte die ungewöhnliche Flüchtling schließlich mit ihrer Besitzerin wiedervereint werden.

Der skurrile Vorfall begann, als ein Reisender die Henne auf den Bahnschienen entdeckte. Beamte reagierten umgehend, fingen das Tier ein und nahmen es vorläufig in Obhut. Da der Besitzer nicht sofort ermittelt werden konnte und lokale Tierheime geschlossen hatten, verbrachte Henrietta drei Tage bei der Polizei – versorgt mit Haferbrei.

Am nächsten Morgen fanden die Beamten ein geöffnetes Tierheim und übergaben Henrietta an den Vogelnotdienst Olching, eine Auffangstation für Vögel. Dort kümmerte sich Leiter Gerhard Wendl um sie und bestätigte später ihre Identität, indem er Fotos mit der besorgten Besitzerin verglich.

Henriettas Halterin, eine junge Frau, die Hühner als Hobby hält, hatte bereits zuvor vor der Neigung des Tieres gewarnt, in offene Lieferwagen zu springen. Sie vermutet, dass sich die Henne unbemerkt in ein Fahrzeug geschlichen hat, bevor sie am Bahnhof landete.

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Solche Vorfälle sind zwar selten, doch deutsche Medien berichteten in den letzten Jahren von einigen ähnlichen Fällen. Dazu gehörten ein Hund, der in einem DHL-Paket in Berlin entdeckt wurde, sowie eine Katze, die in einem Amazon-Lieferwagen in München gefunden wurde. Seit 2024 wurden weniger als zehn solche Zwischenfälle dokumentiert.

Henriettas Abenteuer endete glücklich, nachdem ihre Besitzerin ausfindig gemacht worden war. Die kurze Zeit in Polizeiobhut blieb ohne Folgen – die Henne kehrte unverletzt nach Hause zurück, und die Behörden sahen von weiteren Maßnahmen ab.