27 December 2025, 02:49

Historische Kupfertafel findet im Dülkener Rathaus neue Würde und Heimat

Eine historische Tafel mit Symbolen und Text in der Bildmitte.

Historische Kupfertafel findet im Dülkener Rathaus neue Würde und Heimat

Eine historische Kupfertafel zur Ehrung der Toten aus Deutschlands Ostgebieten hat im Dülkener Rathaus eine dauerhafte Heimat gefunden. Das einst Teil eines größeren Denkmals gewesene Stück wurde kürzlich wiederentdeckt und sorgfältig im Wartebereich des Gebäudes angebracht.

Lokale Amtsträger und Vertreter versammelten sich zur feierlichen Enthüllung an seinem endgültigen Standort und sicherten so seine Bewahrung für kommende Generationen.

Die Inschrift mit dem Titel "Gedenkt der Toten der deutschen Ostgebiete im deutschen Osten" gehörte ursprünglich zum Kreuz des Deutschen Ostens, einem Mahnmal auf dem Dülkener Friedhof. Zwischen 1966 und 1969 wurde sie dort als Teil einer umfassenderen Ehrung installiert.

2005 wurde die Tafel entfernt, als eine neue Stele mit zwei beschrifteten Tafeln ihre Stelle auf dem Friedhof einnahm. Die Eigentümerschaft ging später an die Landsmannschaft Ostpreußen, Westpreußen und Danzig über, die plante, sie in der Ostdeutschen Heimatstube in Viersen auszustellen – doch daraus wurde nichts. Stattdessen wurde die Tafel vorübergehend im Kreishaus Viersen gelagert, bevor sie während Renovierungsarbeiten abtransportiert wurde. Jahrzehnte später, im Jahr 2024, stieß der Dülkener Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) erneut auf die Gedenktafel. Nikolaus Schenderling brachte sie nach einer Suchanfrage der Landsmannschaft zurück ins Dülkener Rathaus. Der VVV arbeitete daraufhin mit der Stadt Viersen zusammen, um einen würdigen Standort zu finden.

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An der feierlichen Anbringung nahmen Bürgermeister Christoph Hopp, der stellvertretende Bürgermeister Ertunç Deniz, die VVV-Vorsitzende Ramona Vahle-Bonsels sowie der Zeitzeuge Jürgen Zauner teil. Ihre Anwesenheit unterstrich die Bedeutung der Tafel als bleibendes Mahnmal im Rathaus.

Die Gedenktafel ist nun an prominenter Stelle platziert und für Besucher des Dülkener Rathauses zugänglich. Ihre Rückkehr stellt sicher, dass das Andenken an die Menschen aus Deutschlands Ostgebieten sichtbar und geachtet bleibt. Die Zusammenarbeit zwischen lokalen Initiativen und der Stadt hat dem historischen Artefakt einen würdevollen, dauerhaften Platz verliehen.