Hochmoderne Bodenaufbereitung in NRW: Aus Abfall werden wertvolle Baustoffe
Christoph DöhnHochmoderne Bodenaufbereitung in NRW: Aus Abfall werden wertvolle Baustoffe
In Harsewinkel (Nordrhein-Westfalen) entsteht eine neue Bodenaufbereitungsanlage
Betrieben von der Landwehr Bauschuttdepot GmbH & Co. KG, soll die Anlage im Dezember 2025 ihren Betrieb aufnehmen. Sie markiert den jüngsten Schritt des Unternehmens zur Erweiterung seiner Recyclingkapazitäten und zur Förderung einer nachhaltigen Abfallwirtschaft.
Die Anlage entsteht im Ortsteil Herzebrock-Clarholz, einer Niederlassung der Johannes Landwehr Abbruchunternehmen GmbH. Auf einer Fläche von etwa 5.000 Quadratmetern umfasst sie zusätzlich 4.000 Quadratmeter für die Annahme und Zwischenlagerung von Materialien. Planung, Ingenieursleistung und Fertigung übernahm die Binder+Co Group.
Sobald die Anlage in Betrieb ist, wird sie mineralische Böden bis zur Belastungsklasse BM-F3 aufbereiten – die höchste Stufe, die gemäß der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) für eine Wiederverwendung zugelassen ist. Das System arbeitet mit einem geschlossenen Wasserkreislauf, der rund 500 Kubikmeter Wasser reinigt und wiederverwendet. Dadurch werden Abfälle minimiert und die Umweltbelastung verringert. Aus den aufbereiteten Böden entstehen sechs verschiedene Produkte: zwei Sandsorten und vier Körnungsfraktionen. Diese Materialien finden anschließend in Straßenbau, Tiefbau und Erdbau Verwendung. Die angelieferten Böden stammen von Abrissstellen, Erdarbeiten, Infrastrukturprojekten und Straßenunterhaltungsmaßnahmen.
Die Investition unterstreicht das Engagement der Landwehr Bauschuttdepot für nachhaltige Technologien und Klimaschutz. Durch die Aufbereitung belasteter Böden zur Wiederverwendung trägt die Anlage zur Reduzierung von Deponieabfällen und zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft im Bausektor bei. Die Inbetriebnahme ist für Dezember 2025 geplant.






