Ibbenbüren wird mit Mega-Batteriespeicher zum Energieknotenpunkt der Zukunft

Kristiane Dippel
Kristiane Dippel
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Eine alte Ansichtskarte zeigt das Battery Park Hotel in Asheville, North Carolina, ein großes Gebäude mit einer Fahne oben drauf, umgeben von Bäumen, Pflanzen, Gras und einem Weg, mit Text unten.Kristiane Dippel

Ibbenbüren wird mit Mega-Batteriespeicher zum Energieknotenpunkt der Zukunft

Ein riesiges Batteriespeicherprojekt soll die ehemalige Bergbaustadt Ibbenbüren zu einem zentralen Energieknotenpunkt machen. Das Vorhaben, das nahe einer künftigen Umrichterstation des Netzbetreibers Amprion entstehen soll, wird eine Fläche von der Größe von sieben Fußballfeldern umfassen. Mit einer Kapazität von 1,9 Gigawattstunden (GWh) wird es nach seiner Fertigstellung das größte Batteriespeichersystem Nordrhein-Westfalens sein.

Die Anlage wird überschüssige Energie aus Solar- und Windparks speichern und bei steigendem Bedarf wieder ins Netz einspeisen. Im Durchschnitt wird sie zweimal täglich be- und entladen und so zur Stabilisierung der regionalen Stromversorgung beitragen. Ihre Gesamtkapazität könnte rund 500.000 Vier-Personen-Haushalte einen ganzen Tag lang mit Strom versorgen.

Der Baubeginn ist für Anfang 2027 geplant, sobald das Gelände vollständig von bergbaulichen Auflagen nahe ist. Das Projekt wird schrittweise umgesetzt und bildet einen zentralen Baustein für die Neugestaltung des ehemaligen Ibbenbürener Bergbaugebiets. Die Nahe zur Amprion-Umrichterstation unterstreicht zudem die wachsende Bedeutung der Stadt für die Energiewende.

Die Investition rückt auch den I-NOVA Park als industriellen und energetischen Standort weiter in den Fokus. Bundesweit befinden sich mindestens 20 vergleichbare Großprojekte für Batteriespeicher in der Entwicklung. Dazu zählen 8 bis 10 Vorhaben von Terralayr, vier von Voltfang sowie bis zu vier Ausbaustufen mit insgesamt 230 MWh von SEAC/Sunotec, ergänzt durch kleinere Projekte anderer Anbieter.

Das Ibbenbürener Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Umnutzung ehemaliger Bergbauflächen für erneuerbare Energieinfrastrukturen. Nach der Inbetriebnahme wird es Teil einer Welle ähnlicher Vorhaben in ganz Deutschland sein und Deutschlands Kurs auf Netzsicherheit und nachhaltige Stromspeicherung stärken. Die geplanten Erweiterungen des Standorts unterstreichen zudem seine langfristige Rolle in der regionalen Energiestrategie.