Illegale Krähenfalle bringt zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf vor Gericht
Nina PohlIllegale Krähenfalle bringt zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf vor Gericht
Illegale Krähenfalle führt zu Anklage gegen zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf
Eine im Januar 2024 entdeckte illegale Krähenfalle hat zu strafrechtlichen Ermittlungen gegen zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf geführt. Tierschützer fanden den großen, selbstgebauten Käfig in einem Waldgebiet und alarmierten umgehend die Polizei. Die Ermittler konnten die Verdächtigen später mithilfe von Wildkamera-Aufnahmen identifizieren.
Die Falle, eine sogenannte Krähenfalle, stand bereits seit Dezember 2021. Vögel gelangten durch eine schmale, trichterförmige Öffnung hinein, konnten den Käfig danach aber nicht mehr verlassen. Die Behörden bestätigten, dass Fleischreste als Köder verwendet worden waren. Bei der Entdeckung des Käfigs wurde zudem ein toter Rabe in der Nähe gefunden.
Den beiden Brüdern – ein Jäger und sein als Landwirt tätiger Bruder – droht nun ein Prozess. Der Jäger behauptete, die Falle sei nicht funktionsfähig gewesen, doch die Beweise widersprechen dieser Aussage. Der Landwirt äußerte sich kurz nach dem Fund gegenüber einer lokalen Website, doch seine genauen Aussagen bleiben unklar.
Das Motiv für das Aufstellen der Falle ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen. Im Rahmen des bevorstehenden Prozesses soll auch geklärt werden, ob die Vorrichtung aktiv zum Fang von Greifvögeln genutzt wurde.
Der Fall rückt illegale Fangmethoden in Deutschland in den Fokus. Wildkameras spielten eine entscheidende Rolle bei der Identifizierung der Verdächtigen, und der anstehende Prozess wird über die rechtlichen Konsequenzen entscheiden. Die Entdeckung der verbotenen Falle hat zudem die Debatte über Jagdmethoden und Artenschutz neu entfacht.






