Infineon streicht Hunderte Jobs in Warstein – Fokus auf Industrie statt E-Autos
Kristiane DippelInfineon streicht Hunderte Jobs in Warstein – Fokus auf Industrie statt E-Autos
Infineon kündigt Stellenabbau am Standort Warstein an
Nach einem deutlichen Nachfragerückgang bei Elektrofahrzeugen hat Infineon Stellenstreichungen an seinem Werk in Warstein bekannt gegeben. Das Unternehmen verlagert seinen Fokus nun auf industrielle Anwendungen, darunter eine neue Produktlinie. Die Umstrukturierung betrifft auch Produktionsstandorte und die Belegschaftszahlen in ganz Europa.
Der Halbleiterhersteller bestätigte einen dreistelligen Abbau von Arbeitsplätzen am deutschen Standort Warstein. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, werden Vorruhestandsregelungen und Abfindungsprogramme angeboten. Lediglich die Bereiche Windkraft, Solarenergie und Ladeinfrastruktur bleiben von den Kürzungen verschont.
Die Produktion von Leistungsmodulen wird am ungarischen Infineon-Werk in Cegléd gebündelt. Dieser Schritt ist Teil einer strategischen Neuausrichtung weg vom schwächelnden E-Auto-Markt. Die neue Baureihe "EasyPACK C", basierend auf Siliziumkarbid-Technologie, zielt stattdessen auf industrielle Anwendungen ab.
Die überarbeiteten Module versprechen eine höhere Leistungsdichte und eine deutlich längere Lebensdauer als ihre Vorgänger. Investoren und Analysten werden diese Entwicklungen genau unter die Lupe nehmen, wenn Infineon am 12. November seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Der Geschäftsbericht könnte die Aktienperformance des Unternehmens in den kommenden Monaten prägen.
Die Umstrukturierung bei Infineon umfasst Personalabbau, Produktionsverlagerungen und eine Neuausrichtung auf Industrietechnik. Die anstehende Finanzmitteilung wird weitere Einblicke in die Auswirkungen dieser Maßnahmen geben. Besonders gespannt wartet der Markt darauf, wie sich die "EasyPACK C"-Reihe in den Zielbranchen bewährt.






