„Jagd & Hund“ in Dortmund: Rekordmesse zwischen Tradition und Trophäenjagd-Streit
Nina PohlJagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdwissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ in Dortmund: Rekordmesse zwischen Tradition und Trophäenjagd-Streit
Europas größte Jagdmesse Jagd & Hund öffnet in Dortmund vom 27. bis 31. Januar ihre Tore. Die Veranstaltung wird Zehntausende Besucher anziehen und über 700 Aussteller aus 36 Ländern präsentieren. Neben der Vorstellung von Jagdausrüstung und Wettbewerben sorgt die Messe auch für Diskussionen – insbesondere wegen der Bewerbung von Trophäenjagdreisen nach Afrika.
Das fünf Tage dauernde Event bietet ein breites Programm. Mehr als 1.300 Jagdhunde aus 59 Rassen zeigen täglich ihr Können in Vorführungen. Deutschlands beste Hirschrufer treten im Wettbewerb gegeneinander an, während Köche beim Wild Food Festival Gerichte aus Wildbret präsentieren. Aussteller stellen neueste Schusswaffen, Geländefahrzeuge und Jagdtechnik vor.
Kritik gibt es vor allem an der Vermarktung von Trophäenjagden in Afrika. Die Artenschutzorganisation Pro Wildlife fordert ein Verbot der Werbung für solche Reisen. Befürworter aus afrikanischen Ländern argumentieren hingegen, dass die Jagden legal geregelt seien und zur nachhaltigen Wildtierbewirtschaftung beitrügen. In Deutschland gibt es fast 468.000 Jagdscheininhaber, davon allein rund 100.000 in Nordrhein-Westfalen. Trotz anhaltender Kritik von Tierschützern bleibt die Messe ein zentraler Treffpunkt für die Jägerschaft.
Die Jagd & Hund läuft noch bis zum 31. Januar und vereint Fachausstellungen mit öffentlichen Wettbewerben. Die Debatten über die afrikanische Trophäenjagd dürften anhalten, da Veranstalter und Aktivisten unterschiedliche Positionen vertreten. Die Größe der Messe und die Besucherzahlen unterstreichen ihren Stellenwert als Höhepunkt im europäischen Jagdkalender.






